Ausblick
Das bringt die Fußball-Woche

Neuer Trainer in Mainz, alte Sorgen auf Schalke: die neue Fußball-Woche hat wieder ihre Reize. Die Fans dürfen sich zumindest am Fernseher auf zwei Spitzenspiele freuen.

Montag, 04.01.2021, 07:08 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 07:10 Uhr
Gelingt dem FC Schalke auch gegen Hoffenheim kein Sieg, droht die Einstellung eines traurigen Bundesliga-Rekords. Foto: Annegret Hilse

Berlin (dpa) - Die Fußball-Bundesliga steuert auf spannende Tage zu. In Mainz wird ein neuer Trainer begrüßt, auf Schalke könnte ein historischer Negativ-Rekord eingestellt werden.

Dazu bringt der nächste Spieltag direkte Duelle der vier Champions-League-Teilnehmer. Vorher aber wird sich auch der Profi-Fußball wohl mit verlängerten Lockdown-Maßnahmen der Politik abfinden müssen.

BUND-LÄNDER-SCHALTE: Die Sehnsucht nach der Rückkehr der Zuschauer in die Bundesliga-Arenen wird am Dienstag wohl einen weiteren Dämpfer erhalten. Bundesregierung und Länder dürften die verschärften Corona-Maßnahmen verlängern, Großveranstaltungen mit Publikum bleiben in weiter Ferne. «Wir hoffen insgeheim, dass es nach Ostern wieder möglich ist. Aber das ist eine reine Spekulation, das ist nicht fundiert», sagte Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. Zuvor hatte auch Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle der «Bild» gesagt: «Wir haben unsere erste Kalkulation im Herbst aufgrund der Entwicklungen sehr schnell korrigiert und gehen aktuell davon aus, dass wir im Januar, Februar und März keine Zuschauer mehr haben werden.» Für die Clubs bedeutet das Millionen-Einbußen beim Umsatz.

TRAINERFRAGE IN MAINZ: Der FSV Mainz 05 will am Dienstag einen neuen Cheftrainer präsentieren. Wunschkandidat von Sportvorstand Christian Heidel und Sportdirektor Martin Schmidt ist Bo Svensson. Der dänische Ex-Profi der Mainzer hat einen Vertrag beim österreichischen Zweitligisten FC Liefering. Mit Svensson sollen die Wechselmodalitäten weitgehend geklärt sein. Bei den Verhandlungen mit dem Salzburger Club geht es vor allem um die Frage einer Ablösesumme. Dem Vernehmen nach soll Mainz rund 1,5 Millionen Euro bezahlen. Noch aber sei nichts unterschrieben, sagte Schmidt.

BUNDESLIGA-TOPDUELLE: Eröffnet wird der nächste Bundesliga-Spieltag am Freitag mit dem Klassiker Mönchengladbach gegen Bayern. Die Münchner offenbarten auch beim 5:2 gegen Mainz wieder große defensive Schwächen, gerieten zum achten Mal in Serie in Rückstand. Da trifft es sich gut, dass die Gladbacher rechtzeitig in die Siegspur zurückgekehrt sind. Nach sechswöchiger Pause ist auch der an Covid-19 erkrankte Ramy Bensebaini wieder an Bord. Der Linksverteidiger hatte beim 2:1-Sieg der Gladbacher vor einem Jahr beide Treffer erzielt.

Bayern-Verfolger Leipzig stellt im zweiten Topspiel Borussia Dortmund vor die Herausforderung, die mit neun Gegentoren beste Abwehr der Liga zu knacken. Bei RB könnte zudem 20-Millionen-Einkauf Dominik Szoboszlai sein Debüt geben. Aber auch der BVB bewies beim 2:0 zum Jahresauftakt gegen Wolfsburg unter dem neuen Trainer Edin Terzic ansteigende Form und kann zudem wieder auf Erling Haaland setzen.

SITUATION AUF SCHALKE: Am Samstag droht die Einstellung eines traurigen Rekords. Gelingt dem FC Schalke auch gegen Hoffenheim kein Sieg, wären dies 31 sieglose Spiele am Stück - so oft wie einst Tasmania Berlin. Christian Gross als bereits vierter Trainer in dieser Saison will dies verhindern. Das 'Wie' scheint nach dem 0:3 bei seinem Debüt bei Hertha BSC indes mehr als unklar. Neue Spieler sollen noch kommen, werden aber kaum schon diese Woche da sein.

TRANSFERMARKT: Über den Wechsel von Bayern-Star David Alaba im Sommer zu Real Madrid wird schon spekuliert, aber erstmal steht das Winter-Transferfenster an. Nachdem im Januar 2020 noch nie zuvor investierte gut 190 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben wurden, müssen die Clubs wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Transferausgaben reduzieren. Rekordmeister FC Bayern, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund planen keine Transfers im Winter, RB Leipzig sicherte sich immerhin schon die Dienste von Dominik Szoboszlai von RB Salzburg. Doch gerade Clubs in Not, wie etwa der FC Schalke, dürften bis zum Ende des Fensters am 1. Februar noch auf dem Markt aktiv werden. Arsenal-Leihgabe Sead Kolasinac ist schon da.

DEBÜT POCHETTINO: Nach der Trennung von Thomas Tuchel gibt Nachfolger Mauricio Pochettino sein Debüt auf der Trainerbank von Paris Saint-Germain. Im ersten Spiel wartet auf den Argentinier am Mittwoch (21.00 Uhr) das Auswärtsspiel bei AS Saint-Etienne. Weitere Patzer sollte sich der Serienmeister aus der Hauptstadt in der Ligue 1 nicht erlauben. PSG liegt momentan nur auf Platz drei mit einem Punkt Rückstand auf Olympique Lyon und dem OSC Lille.

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