Basketball
NBA-Finalserie: Lakers fehlt nur noch ein Sieg zum Titel

Ein Sieg fehlt den Los Angeles Lakers noch zum 17. Titel in der NBA - damit würde das Team um LeBron James mit Rekordmeister Boston Celtics gleichziehen. Auf dem Weg zum wichtigen dritten Erfolg gegen die Miami Heat nutzt der Superstar auch eine SMS als Motivationshilfe.

Mittwoch, 07.10.2020, 07:45 Uhr
Lakers-Superstar LeBron James beim Dunking. Foto: Mark J. Terrill

Orlando (dpa) - Nach dem wichtigen dritten Sieg gegen die Miami Heat und dem wohl vorentscheidenden Schritt auf dem Weg zum NBA-Titel klatschten sich die beiden Stars der Los Angeles Lakers ab.

LeBron James pflegt ein spezielles Ritual mit all seinen Mitspielern, auch Anthony Davis und er haben eine ganz individuelle Abfolge mit ihren Händen. Nach der Pleite zwei Tage zuvor und Kritik an zu viel Selbstsicherheit des Favoriten zeigten die beiden Führungsspieler der Lakers dem Gegner um Jimmy Butler wieder all ihre Fähigkeiten. Das 102:96 (49:47) war eng und umkämpft - und das Duo James und Davis machte den Unterschied.

«Beide Teams wussten um die Situation. Jeder hat um jeden Ball gekämpft», sagte James danach dem US-Sender ABC. «Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Der Job ist noch nicht erledigt. Wir haben jetzt einen extra Tag Pause. Wir müssen unseren Kopf wach halten.»

Insgesamt neun Führungswechsel, nie mehr als ein einstelliger Vorsprung für eine Mannschaft, umkämpfte Korberfolge auf beiden Seiten des Parketts - Spiel vier der Finalserie in der stärksten Basketball-Liga der Welt bot beste Unterhaltung. Und einen LeBron James mit am Ende 28 Zählern, 12 Rebounds und 8 Vorlagen. Mehr Playoff-Partien mit mindestens 25 Punkten und 10 Rebounds schaffte kein Spieler in der Geschichte der NBA, rechneten die US-Medien schon kurz nach dem letzten Wurf begeistert vor. James steht zum zehnten Mal in seiner Karriere in einer Finalserie, das haben vor ihm nur drei andere Basketballer geschafft.

All diese Erfahrung veranlasste James vor dem Spiel auch dazu, seinen Mitspielern eine Nachricht zu schicken: Dieses Spiel vier muss gewonnen werden. «Für mich persönlich war das wohl eines der größten Spiele meiner Karriere», berichtete er von seinen Gedanken nach seinem Nickerchen vor dem Duell.

Auf dem Weg zu seinem persönlichen vierten Titel - zwei Meisterschaften holte er mit den Miami Heat, eine mit den Cleveland Cavaliers - profitiert James insbesondere von seinem Nebenmann Davis. Der acht Jahre jüngere Profi spielt zum ersten Mal um die Meisterschaft in der NBA und tut dies auf beeindruckend hohem Niveau. «So wie wir beide uns in die Verantwortung nehmen können, kann das niemand», sagte James. «Wir treiben uns gegenseitig an, egal ob der Ball drin war oder nicht.»

Davis kam auf 22 Punkte, neun Rebounds und vier Vorlagen - hatte seinen größten Wert aber insbesondere beim Verteidigen von Heat-Starspieler Butler. «Jimmy ist so gut, dass es schwer ist, ihn zu bremsen - aber AD hat einen großartigen Job gemacht», lobte Lakers-Trainer Frank Vogel. Butler hatte bei der 104:115-Niederlage der Lakers zwei Tage zuvor noch 40 Punkte erzielt - dieses Mal hatten ihn James und Davis gemeinsam besser im Griff. «Der Plan war, diese beiden so oft wie möglich gegen ihn zu haben», sagte Vogel. «Darum geht es in den Playoffs: Du musst dich anpassen.»

Weiter geht es mit Spiel fünf in der Nacht zum Samstag (03.00 Uhr MESZ). Dann könnte die Entscheidung fallen - und die Lakers mit dem 17. Titel mit Rekordmeister Boston Celtics gleichziehen.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-852804/4

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