Spekulationen um Weltstar
Argentinischer Sender: Messi bleibt beim FC Barcelona

Doch nicht? Ein Sender aus Argentinien will es schon erfahren haben. Demnach ist ein Weggang von Lionel Messi vom FC Barcelona in diesem Sommer kein Thema mehr.

Freitag, 04.09.2020, 16:05 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 16:08 Uhr
Wie entscheidet sich der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi?. Foto: Joan Monfort

Barcelona (dpa) - Lionel Messi schweigt noch, einem Bericht zufolge soll die Entscheidung über seine Zukunft aber gefallen sein. Der 33 Jahre alte Superstar werde den FC Barcelona nicht verlassen, berichtete TyCSports aus Messis Heimat Argentinien.

Eine Quelle nannte der Sender nicht für seine «Exklusivnachricht». Messi wolle aber einen Rechtsstreit mit dem Verein vermeiden, zu dem er als 13-Jähriger vor 20 Jahren gewechselt war.

Schon am Tag zuvor hatte sich eine mögliche Kehrtwende angedeutet, als Messis Vater und Manager Jorge Messi entsprechende Überlegungen bestätigt hatte. Messi selbst hüllt sich aber immer noch in Schweigen. Spanische Medien erwarteten eine Stellungnahme des sechsmaligen Weltfußballers in Kürze. «Der Fußball-Planet hängt von Messi ab», schrieb das Sportblatt «Marca».

Die Sachlage war ebenso klar wie verzwickt. Messi wollte den Verein verlassen und berief sich auf eine Klausel in seinem Vertrag, den er nun angeblich bis zum 30. Juni 2021 erfüllen will. Die Klausel ermöglichte ihm eine einseitige Kündigung. In einem Schreiben an die spanische Liga bekräftigte Messis Vater noch einmal diese Position. Die Liga antwortete umgehend und beharrte auf ihrer Sichtweise: Die Klausel gilt jetzt nicht mehr. Der Verein hatte ebenfalls klargemacht, Messi nicht so einfach ziehen lassen zu wollen. Es geht vor allem um eine festgeschriebene Ablösesumme von wohl 700 Millionen Euro.

Zwei Jahrzehnte in einem Verein haben Messi aber auch geprägt. Er feierte vier Champions-League-Titel mit dem FC Barcelona und unter anderem noch zehn nationale Meisterschaften. Eine schmutzige Trennung mit juristischen Spitzfindigkeiten will Messi Medienberichten zufolge vermeiden.

Aus Italien wurde auch noch berichtet, dass Messi einen Wechsel von Sturmpartner Luis Suárez zu Juventus Turin blockieren könnte. Dem Bericht des «Corriere dello Sport» zufolge, will sich Messi bei einem eigenen Verbleib beim FC Barcelona dafür einsetzen, dass sein Kumpel aus Uruguay auch noch eine Zukunft bei den Katalanen hat. Jorge Messi soll beim Gespräch mit Clubboss Josep Maria Bartomeu auch klargemacht haben, dass Suárez unerlässlich sei, wenn Messi sich gegen einen Weggang entscheiden sollte.

Nach einem Gespräch am Donnerstag in Messis Haus in Castelldefels war Jorge Messi wieder nach Barcelona gefahren, wo die Mannschaft der Katalanen längst mit der Vorbereitung auf die neue Saison unter dem neuen Trainer Ronald Koeman begonnen hat. Der Niederländer, einst selbst Profi beim FC Barcelona, hatte Medienberichten zufolge deutlich gemacht, dass er Messi nicht mehr die gewohnten Privilegien innerhalb des Kaders der Katalanen zugestehen wolle. Wie das künftig aussieht, wenn Messi tatsächlich beim FC Barcelona bleibt, wird spannend sein. Bisher hat er das Training boykottiert.

© dpa-infocom, dpa:200904-99-429250/4

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