BBL-Meisterturnier
Alba Berlin ringt Bamberg nieder - Ludwigsburg siegt auch

Alba Berlin wird seiner Favoritenrolle beim Meisterturnier der Basketballer gerecht. Gegen Bamberg muss der Pokalsieger aber hart kämpfen. Zudem schrieb ein 16-Jähriger Liga-Geschichte.

Dienstag, 09.06.2020, 23:11 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 23:16 Uhr
Bambergs Elias Harris (l) in Aktion gegen Luke Sikma von Alba Berlin. Foto: Tilo Wiedensohler

München (dpa) - Pokalsieger Alba Berlin hat beim Meisterturnier der Basketball-Bundesliga auch sein zweites Gruppenspiel gewonnen. Der Mitfavorit besiegte in München Brose Bamberg mit 98:91 (55:56), musste dabei aber Schwerstarbeit verrichten.

In der bislang besten Partie der Veranstaltung war Landry Nnoko mit 15 Punkten bester Werfer im Alba-Team, das zum Auftakt knapp gegen Frankfurt gewonnen hatte. Bei den Bambergern, die als letztes Team ins Turnier einstiegen, kam Ex-NBA-Profi Jordan Crawford auf 20 Zähler. Im ersten Spiel des vierten Turniertages hatten die MHP Riesen Ludwigsburg gegen Frankfurt mit 80:77 (37:35) gewonnen.

In einer hochklassigen Begegnung erwischten die Berliner den deutlich besseren Start und zogen im ersten Viertel bereits auf zwölf Punkte davon (20:8). Die Bamberger, die erst am Vortag in München eingetroffen waren, brauchten eine Weile, um sich an die ganz speziellen Bedingungen im Audi Dome ohne Zuschauer zu gewöhnen. Doch dann drehten die Franken auf und glichen durch einen 10:0-Lauf aus.

In der Folgezeit lieferten sich die beiden jahrelangen Rivalen einen packenden Schlagabtausch. Zum Matchwinner für Alba wurde im vierten Viertel Marcus Eriksson mit zwei ganz wichtigen Dreiern. Zudem hatte Bamberg Pech, dass Crawford nach einem falschen Pfiff der Referees mit seinem fünften Foul vom Parkett musste.

«Wir wussten, dass es ein richtig schweres Spiel wird», sagte Berlins Kenneth Ogbe bei Magentasport. «Wir müssen uns defensiv steigern», sagte der 25-Jährige. «Für unser erstes Spiel haben wir uns sehr gut gemacht. Wir haben es zu Beginn des dritten Viertels versäumt, davonzuziehen», sagte Bambergs Elias Harris. «Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir in guter Verfassung sind», sagte Brose-Coach Roel Moors.

Zuvor hatten auch die MHP Riesen Ludwigsburg ihren zweiten Erfolg gefeiert. Gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt setzte sich der Geheimfavorit mit 80:77 (37:35) durch, tat sich dabei aber sehr schwer. Bester Werfer bei den Ludwigsburgern war Marcos Knight mit 25 Punkten. Bei den Frankfurtern, für die es die zweite Niederlage war, kam Quantez Robertson auf 17 Zähler.

Ein bisschen Basketball-Geschichte schrieb im zweiten Viertel Jacob Patrick. Der Sohn von Ludwigsburgs Trainer John Patrick traf einen Dreier zum zwischenzeitlichen 28:24 und wurde so nach BBL-Angaben im Alter von 16 Jahren, 6 Monaten und 19 Tagen jüngster Korbschütze in der Liga-Historie seit Beginn der Aufzeichnungen 1998.

«Das ist natürlich eine schöne Sache, aber ich freue mich einfach, dass ich mit dem Team spielen und offensiv helfen kann», sagte Jacob Patrick, der am Ende auf acht Punkte kam, in der Halbzeit bei Magentasport. Sein Vater und Trainer war stolz. «Es ist cool für ihn. Es ist nur ein Schritt, aber ich freue mich für ihn, als mein junger Spieler und auch als mein Sohn», sagte John Patrick.

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