Training in der Corona-Krise
Biathletin Herrmann klagt: «Wir kommen nirgends rein»

Ruhpolding (dpa) - Biathletin Denise Herrmann muss sich derzeit aufgrund der Corona-Krise zwar stark einschränken, macht sich mit Blick auf die anstehende Saisonvorbereitung aber noch keine großen Sorgen.

Dienstag, 07.04.2020, 07:31 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 07:34 Uhr
Muss in der Corona-Krise in Sachen Training improvisieren: Biathletin Denise Herrmann. Foto: Hendrik Schmidt

«Es gibt keine Extra-Genehmigungen für uns. Wir kommen nirgends rein», sagte die ehemalige Weltmeisterin aus Sachsen der Deutschen Presse-Agentur und ergänzte mit Blick auf den Start des richtigen Trainings: «Im Mai kann man sich noch viel selber beschäftigen. Aber Schießen und in den Kraftraum gehen, das wäre schon gut.»

Die 31-Jährige hält sich derzeit in ihrer Wahlheimat Ruhpolding unter anderem mit Laufen und Radfahren fit. Zugang zum Kraftraum oder zum Schießstand hat sie wie ihre Teamkolleginnen nicht. Traditionell starten die Skijäger am 1. Mai in die Vorbereitung für den kommenden Winter. Noch ist aber völlig offen, wann und wo die ersten Lehrgänge überhaupt stattfinden können. «Und wenn wir nicht schießen gehen können, wird es schon schwierig», sagte Ex-Langläuferin Herrmann.

Kritischer wird es schon mit Blick auf die Höhenvorbereitung, die normalerweise im Juli oder August in den Alpen stattfindet. Es wäre «schon blöd», wenn diese nicht stattfinden kann, sagte Herrmann. Allerdings hat sie auch viel Verständnis für die Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie und generell wären die Sommersportler viel stärker von den Problemen betroffen. «Wir sind eine Sportart, die durch viele Trainingsmittel vorankommt», sagte Herrmann und ergänzte: «Man kann sich noch relativ frei bewegen und so lange man noch Sport machen kann, ist das noch halbwegs gut.»

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