Türkische Nationalelf residiert während der Endrunde in Marienfeld
EM-Quartier in Ostwestfalen

Marienfeld (WB). Das ist der Hammer! Die türkische Fußballnationalmannschaft kommt zur Europameisterschaft im Juni und Juli nach Marienfeld im Kreis Gütersloh. Das Team mit seinem Trainer Senol Günesş und dem Superstar Caglar Söyüncü (Marktwert 40 Millionen Euro) bereitet sich vom 5. bis 10. Juni auf sein Eröffnungsspiel gegen Italien in Rom (12. Juni) im Hotel Klosterpforte vor.

Freitag, 07.02.2020, 05:30 Uhr
Die Fußballer Okay Yokuslu (2. von links) und Hakan Calhanoglu (links) gehören zum Kader der türkischen Nationalmannschaft, die sich im Kreis Gütersloh auf die Europameisterschaft vorbereiten wird. Foto: dpa
Hotelchef Reinhold Frie mit Hamit Altintop, Vorstand im türkischen Verband.

Hotelchef Reinhold Frie mit Hamit Altintop, Vorstand im türkischen Verband. Foto: Wolfgang Wotke

Mit Verband seit Monaten in Gesprächen

Seit einigen Monaten sei man mit dem türkischen Fußballverband im Gespräch gewesen, sagt Hoteldirektor Christopher Schemmink. „Für uns ist das eine große Ehre, dass sich die Türken außerhalb der Uefa-Empfehlung für uns entschieden haben.“ Normalerweise sollen die teilnehmenden Mannschaften während des Turniers in der Nähe ihrer Spielorte ihre Quartiere aufschlagen. „Man kennt uns, denn 2014 war Besiktas Istanbul und ein Jahr später das Nationalteam schon hier im Trainingslager.“ Zuvor haben der jetzige Coach Senol Günesşund der Teammanager Hüseyin Coskun die Hotelanlage mit ihren zwei gepflegten Rasenplätzen inspiziert. Das alles habe wohl den Ausschlag für die Klosterpforte gegeben.

Bei Achtelfinaleinzug: Wieder nach Marienfeld

Sollte die türkische Nationalelf nach der Gruppenphase (Gegner sind Italien, Schweiz und Wales) Erster oder Zweiter werden, kehrt sie am 22. Juni und dann voraussichtlich bis zum 6. Juli nach Marienfeld zurück. Schemmink: „Falls die Mannschaft Platz drei in ihrer Gruppe belegt, kommt sie ebenfalls und wartet hier ab, bis alle Vorrundenspiele beendet sind. Denn auch der beste Dritte aller Gruppen kommt ins Achtelfinale.“ Wenn das zutreffe, müssten sie in London oder Amsterdam antreten. Von Marienfeld aus ginge es dann zu den Flughäfen nach Hannover oder Düsseldorf.

Hoteldirektor Christopher Schemmink freut sich auf die Türkei.

Hoteldirektor Christopher Schemmink freut sich auf die Türkei. Foto: Wolfgang Wotke

Gebäude abgeriegelt, Team abgeschirmt

Für die Klosterpforte bedeutet der Zeitraum, in dem die Türken dort zu Gast sind, eine große Herausforderung. „Die Sicherheit wird groß geschrieben, ähnlich wie vor 14 Jahren, als die Portugiesen während der WM in Deutschland sechs Wochen lang in Marienfeld waren, und maßgeblich zum ‚Sommermärchen‘ beigetragen haben“, erklärt Schemmink. So würden die Gebäude des Hotels als auch die Trainingsplätze abgeriegelt, die Mannschaft abgeschirmt, denn man wisse ja um die riesige Fangemeinde des türkischen Teams. Ob es auch öffentlich Trainingseinheiten gebe, wisse er noch nicht. Details würden noch besprochen.

Calhanoglu, Ayhan, Günok & Co.

Die türkische Nationalmannschaft wird zum fünften Mal bei einer EM-Endrunde antreten. Die Qualifikation verlief blendend, die Türkei wurde in Gruppe H Zweiter hinter Weltmeister Frankreich. Dabei ließ die A-Nationalmannschaft das zuletzt aufstrebende Island hinter sich.

Der Blick auf die aktuellen Schlüsselspieler untermauert die These, dass dieses Team sich nicht hinter den großen Mannschaften verstecken muss. Der in Diensten des AC Milan stehende Ex-Bundesligaprofi Hakan Calhanoglu gehört ebenso dazu wie Defensivspieler Kaan Ayhan (Düsseldorf/zuvor Schalke), Torhüter Mert Günok vom türkischen Vizemeister Istanbul Basaksehir und Verteidiger Merih Demiral, der mit Italiens Spitzenklub Juventus Turin kickt. Zwar steht der endgültige Kader noch nicht fest. Die genannten Spieler dürften aber mit großer Sicherheit dabei sein.

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