45-jähriger, früherer Gütersloher Zweitligastürmer
Nur ein Sieg: Aufstiegscoach Daniel Stendel muss beim FC Barnsley gehen

Barnsley (WB/cbr/dpa). Fußballtrainer Daniel Stendel, einst Angreifer in Diensten des damaligen Zweitligisten FC Gütersloh, ist nicht mehr Coach beim FC Barnsley. Der englische Zweitligist hat sich mit sofortiger Wirkung von dem 45-Jährigen getrennt.

Mittwoch, 09.10.2019, 07:57 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 08:00 Uhr
Trainer Daniel Stendel, einst Angreifer beim damaligen Zweitligisten FC Gütersloh, ist nicht mehr für den englischen Zweitligisten FC Barnsley verantwortlich. Foto: dpa

Das verkündete der Verein aus South Yorkshire am Dienstag in einer überraschend knappen Mitteilung. Der Vertrag des ehemaligen Stürmers und Trainers von Hannover 96, der zwischen 1998 und 1999 in 31 Partien für den damaligen Zweitligisten FC Gütersloh fünf Tore erzielte, lief eigentlich noch bis zum Sommer 2020. Mit der Trennung reagierten die Bosse auf den schwachen Liga-Start mit nur einem Sieg aus den ersten elf Spielen. Bei Facebook hatte Daniel Stendel gepostet: »Danke für all die Unterstützung, die ich bekomme. Das weiß ich wirklich zu schätzen und bin dankbar für die Zeit in Barnsley.«

Klub in der ersten Saison zum Wiederaufstieg geführt

Stendel hatte Barnsley gleich in seiner ersten Saison im Sommer zum direkten Wiederaufstieg geführt. In der Championship blieb dem 45-Jährigen der Erfolg jedoch verwehrt, auch weil einige Stammspieler aus dem Aufstiegsteam den Club verlassen hatten. Nach einem 1:0 gegen den Premier League-Absteiger FC Fulham am ersten Spieltag gelang Barnsley in den folgenden zehn Spielen kein Sieg mehr. Sieben Mal ging die Mannschaft als Verlierer vom Platz und unterlag zuletzt deutlich mit 1:5 bei Preston North End. Stendel räumte nach dem Spiel ein, die zweite Halbzeit sei die schlechteste gewesen, »an die ich mich in Barnsley erinnern kann«.

Stendel laut BBC Drittbester aller festangestellten Barnsley-Trainer

In der Tabelle belegt das Team, das nur acht Tore und damit weniger als alle Konkurrenten geschossen hat, derzeit den 23. und vorletzten Tabellenplatz. Stendels Gesamtbilanz kann sich dennoch sehen lassen. Seit seinem Amtsantritt im Juni 2018 gewann der deutsche Coach 31 von 66 Spielen und hat damit laut BBC die drittbeste Erfolgsrate aller bisherigen festangestellten Barnsley-Trainer. Als Interimscoach folgt vorerst der frühere Premier-League-Profi Adam Murray auf Stendel.

Mittelfeldspieler Alex Mowatt zeigte sich auf Twitter bestürzt über Stendels Aus. »Enttäuschend, dass der Trainer gehen muss«, schrieb der Barnsley-Profi unter einem Foto von der Aufstiegsfeier, »(ich) möchte ihm alles Gute für die Zukunft wünschen.«

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