Ernüchterung beim VfL nach 0:1-Derbyniederlage gegen Arminia Bielefeld
Der Aufstiegsschwung ist weg – Osnabrück »in der Realität angekommen«

Osnabrück (dpa/lni). Das Wetter am Tag danach passte zur Stimmung beim VfL Osnabrück. Wegen Dauerregens musste das geplante Testspiel gegen den Regionalligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden am Dienstag abgesagt werden, weil der Platz an der Osnabrücker Illoshöhe nicht bespielbar war. Trainer Daniel Thioune nutzte so das Training, um seine nach der 0:1-Derby-Niederlage gegen Arminia Bielefeld enttäuschten Spieler wieder aufzurichten.

Dienstag, 08.10.2019, 19:20 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 19:22 Uhr
Beäugt vom Bielefelder Bielefelder Cebio Soukou (Mitte) zeigt Schiedsrichter Markus Schmidt (links) dem Osnabrücker Etienne Amenyido am Montagabend im Stadion an der Bremer Brücke die Rote Karte. Der Osnabrücker ist jetzt für zwei Partien gesperrt worden. Foto: Thomas F. Starke

Schon am Montagabend hatte der VfL-Coach deutlich gemacht, dass zwar für Frust, aber nicht für Resignation Platz sei. »Wir sind ein bisschen in der Realität angekommen, stoßen an Grenzen. Aber dafür sind wir ja da, wir wollen wieder Grenzen verschieben.« Auch Sportdirektor Benjamin Schmedes gab sich trotz des vierten sieglosen Spiels in Serie betont gelassen. »Hier wird jetzt keiner in Panik verfallen.«

Keine hochkarätige Chance gegen starke Bielefelder

Doch ein wenig aufpassen müssen sie beim Aufsteiger schon, zeigt die Tendenz nach dem tollen Start doch nach unten. Vor allem offensiv können sich die Niedersachsen derzeit nicht so in Szene setzen wie noch zu Saisonbeginn, als Darmstadt und Karlsruhe an der Bremer Brücke klar besiegt wurden. Gegen eine starke Arminia aus Bielefeld erspielte sich der VfL im gesamten Spielverlauf keine hochkarätige Chance. »Wir sind leider nie so richtig zum Abschluss gekommen. Das war auch schon in den letzten Spielen unser Problem«, sagte Mittelfeldspieler Kevin Wolze.

Amenyido nach Rot gegen Arminia für zwei Spiele gesperrt

In der nun anstehenden Länderspielpause wollen die Osnabrücker versuchen, wieder in die Spur zu finden. Als Tabellen-13. mit zehn Punkten sind die Lila-Weißen immer noch im Soll, auch wenn der Vorsprung auf die Nichtabstiegsplätze nur noch zwei Punkte beträgt. »Wir müssen uns jetzt kurz schütteln und dann weitermachen«, sagte Offensivspieler Sebastian Klaas, der in der Anfangsphase die beste VfL-Chance vergab.

Am 20. Oktober kommt es zum Derby bei Hannover 96. Fehlen werden dann die gesperrten Etienne Amenyido, der gegen Bielefeld Rot sah und zwei Mal aussetzen muss, und Ulrich Taffertshofer (5. Gelbe Karte). »Das tut uns natürlich weh«, gestand Thioune. Seine Zuversicht ist dennoch ungebrochen: »Wir gucken nach hinten, aber auch noch ein bisschen nach vorne.«

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