»Wir sind noch nicht angekommen in der Zweiten Liga.«
Hannover 96 läuft Ansprüchen weit hinterher – Aogo »kein Superhero«

Hannover (dpa/WB). Ron-Robert Zieler brachte es auf den Punkt. »Wir sind noch nicht angekommen in der Zweiten Liga, das muss man so deutlich sagen«, sagte der Torwart von Hannover 96 nach der nächsten bitteren Pleite des Erstliga-Absteigers. Mit nur fünf Punkten aus sechs Spielen laufen die Niedersachsen den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Beim 0:2 (0:1) gegen Arminia Bielefeld präsentierte sich das Team von Trainer Mirko Slomka harmlos und ohne Ideen. Vor allem der Auftritt in der Offensive gibt zu denken.

Sonntag, 15.09.2019, 11:25 Uhr
Hannovers Felipe (l) und Julian Korb sind nach der Heimpleite gegen Arminia Bielefeld. Foto: dpa

Bälle verspringen, die eigentlich nicht verspringen dürfen. Oft wird das Spielgerät erstmal zurück statt nach vorne gespielt. »Da müssen wir einfach frecher, mutiger und entschlossener sein«, fordert Slomka. Sein Team schieße einfach zu selten auf’s Tor. Das sei »unheimlich frustrierend« für die Abwehr- und Mittelfeldspieler. »Es müssen einfach Möglichkeiten rauskommen oder zumindest Abschlüsse, die auch dafür sorgen, dass man sich wieder ordnen kann.« Doch mit jedem Gegentor, mit jedem schwachen Spiel sinkt das Vertrauen in die eigene Stärke. Wie kommt man also raus aus der schwierigen Phase?

06. Spieltag: Hannover 96 vs. DSC (0:2)

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Foto: Thomas F. Starke
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»Das geht nur durch harte Arbeit und dann muss man sich im Spiel kleine Erfolgserlebnisse holen«, sagte Neuzugang Dennis Aogo und ergänzte: »Da muss jeder anpacken, da muss jeder mitmachen und das war heute nicht wirklich der Fall. Das müssen wir aufarbeiten in der Woche.«

Der frühere Nationalspieler soll der Mannschaft mit seiner Erfahrung Ruhe und Sicherheit geben, als Führungsspieler vorangehen. In seiner ersten Partie für 96 spielte der 32-Jährige eher unauffällig. Verständlich, schließlich wechselte er erst Anfang September zu 96 und war zudem aufgrund einer Erkrankung noch etwas geschwächt. »Ich bin kein Superhero – auch wenn das vielleicht so dargestellt wird«, sagte er. Aogo braucht noch Zeit, bis er sein Top-Niveau erreicht hat. Zeit, die Hannover nicht hat. Schließlich will man nicht noch tiefer in den Tabellenkeller rutschen.

»Es bringt nichts, jetzt zu hadern«, sagte Zieler und richtete den Blick auf die nächsten Spiele. »Wir müssen zusehen, dass wir auch mal 1:0 in Führung gehen«, sagte der 30-Jährige. Die nächste Gelegenheit dazu hat 96 am kommenden Freitag bei Holstein Kiel. Wäre es schon später in der Saison, würde man von einem »Sechs-Punkte-Spiel« im Abstiegskampf sprechen - auch Holstein hat erst fünf Zähler gesammelt. Ganz so weit ist es noch nicht, doch das selbst gesteckte Saisonziel, um die Aufstiegsplätze mitzuspielen, ist für Hannover erstmal in weite Ferne gerückt.

Bevor die 96er wieder an das große Ganze denken können, haben sie erstmal eine andere Aufgabe. »Wir müssen uns auf die Zweite Liga einstellen«, sagte Zieler. »Wir müssen damit klarkommen – und zwar so schnell wie möglich.«

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