Statt Albaniens Hymne erklingt die von Andorra, dann bittet Stadionsprecher um Respekt für armenische Hymne
Hymnen-Eklat bei Frankreich-Sieg

Paris (dpa). Das Abspielen einer falschen Nationalhymne hat am Samstagabend in Paris beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Frankreich und Albanien für Misstöne gesorgt. Darüber täuschten auch nicht die Loblieder für die Franzosen nach dem 4:1 (2:0) hinweg.

Sonntag, 08.09.2019, 14:29 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 14:32 Uhr
Die Spieler der albanischen Fußballmannschaft haben sich während des Abspielens der albanischen Nationalhymne aufgestellt. Foto: dpa

Denn vor dem Anpfiff gab es statt der Nationalhymne Albaniens die von Andorra – dem nächsten Gegner der Franzosen am Dienstag. Und damit nicht genug: Dem musikalischen Fauxpas folgte gleich noch ein verbaler, als der Stadionsprecher nach einer Entschuldigung die Zuschauer in Paris dazu aufforderte, »die Nationalhymne von Armenien zu respektieren«.

Auf Intervention der irritierten und verärgerten Gäste wurde schließlich doch noch die richtige Hymne gespielt und die Partie fast zehn Minuten später angepfiffen. »Das ist etwas, das nicht passieren sollte, aber leider passiert ist«, kommentierte Frankreichs Trainer Didier Deschamps die peinliche Panne.

Als es endlich losging, drehte FC-Bayern-Star Kingsley Coman auf und schnürte in seinem 18. Länderspiel den ersten Doppelpack (8./68. Minute). »Er hat ein großes Spiel gemacht«, lobte Deschamps. »Es ist schön, ihn auf diesem Niveau zu sehen.« Die weiteren Tore für den Weltmeister, bei dem auch die anderen Bayern-Legionäre Benjamin Pavard, Lucas Hernandez und Corentin Tolisso in der Startelf standen, steuerten Olivier Giroud (27.) und Jonathan Ikoné (85.) bei.

Coman, der bei seiner Auswechslung in der Schlussphase mit Sprechchören gefeiert wurde, blieb bescheiden: »Ich bin Profi und weiß, dass es nur ein Spiel war. Gut, wenn es gut gelaufen ist, aber am Dienstag gibt es schon das nächste Spiel.« Diesmal dann hoffentlich mit der richtigen Hymne.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6909197?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509832%2F2198364%2F
Redet auch noch wer über Inhalte?
Bayerns MInisterpräsident Markus Söder (CSU). Foto: dpa
Nachrichten-Ticker