Handball-Bundesliga: Magdeburg dreht nach der Pause auf und gewinnt 32:24
Lemgo verliert, enttäuscht aber nicht

Lemgo (WB). Handball-Bundesligist TBV Lemgo hat sein erstes Heimspiel in der neuen Bundesligasaison mit 24:32 (15:12) gegen den Titelaspiranten SC Magdeburg verloren. Die Gäste drehten die Partie mit einem fulminanten zweiten Durchgang und übernahmen damit die Tabellenführung. Die Lipper enttäuschten nicht und verlangten dem SCM bis weit in die zweite Halbzeit hinein alles ab.

Sonntag, 01.09.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 20:06 Uhr
Lemgos Trainer Florian Kehrmann konnte die Niederlage nicht verhindern. Foto: Thomas F. Starke/Archiv

Beste Werfer auf Lemgoer Seite waren Linksaußen Bjarki Mar Elisson (6 Tore), Kreisläufer Christian Klimek (4) und Rechtsaußen Bobby Schagen (4/2). Bei den Gästen überzeugte der in der Halbzeitpause eingewechselte Rechtsaußen Daniel Pettersson (6/3) als Matchwinner. Die meisten Treffer für den SCM erzielte Michael Damgaard (8).

Zögerlicher Beginn

Vor 3652 Zuschauern fand der TBV zögerlich in die Partie und geriet zunächst mit 1:2 (6. Minute), 2:4 (8.) und 4:7 (12.) ins Hintertreffen. Doch nur zwei Minuten später änderte sich das Bild – und zwar komplett. Da glichen die Lemgoer Dani Baijens und Bobby Schagen mit ihren Tempogegenstoßtreffern innerhalb von zehn Sekunden zum 7:7 aus. Gut für die Gastgeber: Die Vorarbeit hatten ihnen jeweils die Gäste abgenommen – mit Schrittfehlern. Damit war die Partie, die Magdeburg im Griff zu haben schien, völlig offen.

Lemgo legte nach und kam nach Schagens 9:9 (20.) auch in einer wilden 21. Minute nicht aus dem Tritt. Erst legte SCM-Nationalspieler Matthias Musche einen Siebenmeter an den Pfosten, dann scheiterte Klimek vom Kreis an Magdeburgs Jannick Green. Der Torwart sah sofort das leere Lemgoer Tor, beförderte den Ball mit einem weiten Abwurf aber deutlich darüber hinweg – all das passierte innerhalb von 60 Sekunden.

TBV bleibt unbeeindruckt

Lemgo beeindruckte das alles nicht, Magdeburg schon. Immer öfter verhedderte sich der Vorjahresdritte der Bundesliga in der nun sehr aufmerksamen TBV-Abwehr. Magdeburg lief sich fest, Lemgo lief heiß. Als sich der neue TBV-Linksaußen Elisson, der beim 32:29-Auftaktsieg in Wetzlar mit zwölf Treffern überragt hatte, doppelt in die Torschützenliste eintrug, führten die Hausherren mit 12:9 (24.) und verteidigten ihren Dreitorevorsprung bis zum Seitenwechsel (15:12).

Nach Wiederbeginn machte Lemgo so weiter und baute die Führung durch den stark aufspielenden Klimek auf 19:14 (36.) aus. Doch der junge TBV konnte dieses nahezu fehlerlose Niveau gegen den Titelaspiranten nicht halten. Magdeburg traf vier Mal in Folge: Die Aufholjagd hatte begonnen und war nicht mehr zu stoppen. Nur 13 Minuten nach der höchsten TBV-Führung (19:14) lagen die Gäste mit 24:21 in Front und hatten die Partie gedreht. Lemgo versuchte zwar weiterhin alles, doch die routinierten Magdeburger ließen sich nicht mehr locken, sondern bauten ihren Vorsprung gegen die nun stark nachlassenden Gastgeber zum 32:24-Endstand aus.

Statistik

TBV-Tore: Elisson 6, Klimek 4, Schagen 4/2, Baijens 2, Cederholm 2, Guardiola Villaplana 2, van Olphen 2, Suton 1, Theuerkauf 1

SCM-Tore: Damgaard 8, Pettersson 6/3, Bezjak 5, Lagergren 3, Musche 3/1, Musa 2, Schmidt 2, Chrapkowski 1, Hornke 1, Kuzmanovski 1

Zuschauer: 3652

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