Paderborner Unionsvize erinnert an »dringendere Baustellen«
Linnemann zu Tönnies’ Aussagen: »Jetzt ist es auch mal gut«

Gelsenkirchen/Paderborn (WB). Der Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann (CDU) spricht sich für ein Ende der Debatte über Aussagen von Clemens Tönnies aus.

Sonntag, 04.08.2019, 17:41 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 18:02 Uhr
Carsten Linnemann (links), Bundestagsabgeordnete der CDU und Clemens Tönnies, Schalke-04-Aufsichtsratschef. Foto: dpa/Oliver Schwabe

Im Hinblick auf die kritisierten Redepassagen des Unternehmers und Schalke-04-Aufsichtsratschefs beim Tag des Handwerks in Paderborn sagte der Unionsfraktionsvize dem Bielefelder »Westfalen-Blatt«: »Jetzt ist auch mal gut. Clemens Tönnies hat sich entschuldigt. Das, was er gesagt hat, war völlig daneben. Aber ich warne davor, diesen Ausrutscher jetzt tagelang medial und politisch hochzuziehen. Deutschland hat wahrlich genug andere und vor allem dringendere Baustellen, über die es zu sprechen und zu debattieren lohnt.«​

 

Kommentare

Nachdenker  wrote: 05.08.2019 14:23
Fehlt es an Weitblick?
Es stimmt mich traurig zu sehen, welche extremen Worte hier von Menschen angestimmt werden. "Es muss Konsequenzen haben..." Ja welche denn? Ist uns ein Mensch, der seinen Fehler eingesteht nicht lieber, als jeder der blind seiner Gesinnung folgt?

Ab wann wird einem Menschen heute verziehen?

Posten hier nur Menschen die unfehlbar sind und sich zu keiner Zeit mal versprochen haben?
Und wenn doch, welche Konsequenzen hätten Sie gerne für Ihren Versprecher erhalten?

Auf Grund der Tatsache, dass Sie diesen mahnenden Kommentar des Herrn Linnemann so emotional kritisieren, stellt auch mich vor die Frage, ob uns manchmal der Weitblick für globale Probleme fehlt.
Kris  wrote: 05.08.2019 13:44
Richtig so
Danke an Herrn Linnemann für die klaren Worte. Hier wird von mancher Seite so getan, als wären eine halbe Stunde lang Nazi-Parolen geschwungen worden. Dabei geht es um eine Aussage von Herrn Tönnies, die in Teilen (nämlich der Teil, mit den Kraftwerken) flapsig war und ich glaube nicht, dass da rassistische Substanz hinter steckt.

Die Grundaussage, dass Entwicklungsländer für das Klima in Zukunft zum Problem werden, weil sie in der Bevölkerung und in der Pro-Kopf-Emission von CO2 wachsen, ist richtig. Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern lässt sich mit Zahlen belegen. 2010 lebten eine Milliarde Menschen in Afrika, die UN prognostiziert für 2050 2.5 Milliarden Menschen und für 2100 4.4 Milliarden Menschen. Und die werden sich alle industrialisieren, was am Klima nicht spurlos vorübergehen wird.
Hans-Peter Kremer  wrote: 05.08.2019 12:38
Bolze schreibt
jetzt entlarvt sich der Herr Linnenann was er ist. Er relativiert Aussagen, die aus der Kolonialzeit stammen. er rückt alle Menschen in die linke Ecke, die Konsequenzen fordern. Dieses Beispiel zeigt klar, wie weit nach rechts auch die Mittelstandsvereinigung der Union gerückt ist. Ich bin weder Links noch Rechts, Herr Linnemann, aber Ihre Partei werde ich mit Sicherheit nicht mehr wählen.
Hans  wrote: 05.08.2019 09:48
Schade um meine Stimme...
Ich hatte bis vor ein paar Jahren Herrn Linnemann als Menschen mit Rückrad und Prinzipien angesehen und ihm ‚leider‘ auch mein Vertrauen an der Wahlurne geschenkt...nach und nach enttarnt er sich immer weiter. Schlimm, dass so jemand auch im CDU Bundesvorstand Platz findet. Das diese Entgleisung von Herrn Tönnies Beifall gefunden hat und dem auch vom Landrat und dem Bischof nicht wiedersprochen wurde entsetzt mich aber fast noch mehr...Außen hui, Innen .....
Thomas Reelsen  wrote: 05.08.2019 09:05
Rechte Allianzen
Bei derartigen Äußerungen des Herrn Linnemann läuft es mir kalt den Rücken hinab. Systematisches Kleinreden und Totschweigen statt einer aufrechten, demokratischen Haltung. Der gegenwärtige Trend nach Rechtsaußen ist eines der dringlichsten Probleme in unserem Land, auch wenn Herr Linnemann in seiner Kumpelei mit den Mächtigen dies leugnet. Wirklich widerlich!
drfwb76  wrote: 04.08.2019 23:32
Schwamm drüber
Herr Linnemann demaskiert sich hier erneut, er verrät - wie vormals Herr Tönnies - welcher Couleur er ist. Danke hierfür.
werner wunz  wrote: 04.08.2019 19:43
Alles wird ausgesessen....
Die letzten Getreuen aus der Wirtschafts-Clique melden sich zu Wort..... Der Mann ist nicht haltbar, aber er sollte das selbst einsehen. Allerdings sind persönliche Konsequenzen aus der Mode.... siehe Maut, Gorch Fock, Berater-Affäre, Flughafen, HH Konzerthalle, EU Sitzungsgelder, Dieselgate, Schummelsoftware, Steuer-Hoeneß und Rolex Karl-Heinz, "Ischias" Juncker, G20 Gipfel, und und und...
Anne Bühner-Walleit  wrote: 04.08.2019 18:30
Entschuldigung?
Ich bin bin entsetzt, dass die Äußerungen von Clemens Toennies auf dem Handwerkertag nach so einer lapidaren Entschuldigungsnummer unter den Tisch gekehrt werden sollen, Hilfestellung?
Es MÜSSEN Konsequenzen gezogen werden.
Bei dem Ton, der insbesondere in den social medias vorherrscht, kann es nicht sein, dass ein Unternehmensleiter, das mit seinen in einer vorberriteten Rede, forciert und pusht.
Das ist so, als wenn jemand für ein brutales Foul nur eine Verwarnung statt einer roten Karte bekommt.
#noracism
In was für einer Gesellschaft befinden wir uns, ich schäme mich.
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