10.000-Meter-Läufer holt in 27:52,25 Minuten Silber beim Europacup in London
Petros pulverisiert Bestzeit

London/Bielefeld (WB). Stark: Der in Bielefeld lebende Langestreckenläufer Amanal Petros (TV Wattenscheid) hat beim Europacup in London seine bisherige Bestzeit über 10.000 Meter pulverisiert. In 27:52,25 Minuten – neuer Westfalenrekord – lief er zu Silber. »Mega. Ich bin super zufrieden. Endlich babe ich es geschafft«, jubelte Petros im Stadion am Parliament Hill.

Montag, 08.07.2019, 01:08 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 15:12 Uhr
Amanal Petros aus Bielefeld ist beim Europacup in London eine neue Bestzeit über 10.000 Meter gelaufen. Foto: imago/Archiv

Im A-Finale der Männer mussten sich die Läufer gegen den einsetzenden Regen stemmen. Dadurch wurde im Mittelteil das Ziel der ambitionierten WM-Norm von 27:40,00 Minuten aus den Augen verloren. Das allerdings spielte Amanal Petros in die Karten. Der 23-Jährige lief bis zum Schluss mutig in der Spitzengruppe mit und belohnte sich als Zweiter mit einer starken neuen Bestzeit von 27:52,25 Minuten. Seinen alten Hausrekord steigerte Petros gleich um mehr als eine halbe Minute.

»Amanal ist über sich hinausgewachsen. Das zeigt die schnelle zweite Streckenhälfte von 13:45 Minuten. Nach dem nicht so guten 10.000-Meter-Rennen in Stockholm konnte man das nicht erwarten«, lobte Thomas Dreißigacker, Leitender Bundestrainer Lauf, den Bielefelder. Um die Zeiten einzuordnen: Die zweite Streckenhälfte lief Amanal Petros nur etwa elf Sekunden langsamer als bei seiner 5.000-Meter-Bestzeit. Das zeigt, welches Potenzial auch auf dieser Strecke noch in ihm schlummert. »Es war ein tolles Rennen mit einer großartigen Unterstützung von außen«, sagte der neue Westfalen-Rekordler vor seinem Abschied ins Trainingslager nach St. Moritz. Die alte Bestmarke von Ex-Europameister Jan Fitschen (TV Wattenscheid 01) aus dem Jahr steigerte der Europacup-Zweite um zehn Sekunden.

Auf der finalen Runde zog Amanal Petros sogar an Mitfavorit Yemaneberhan Crippa vorbei. Doch der Italiener hatte auf der Zielgeraden den besseren Spurt und setzte sich in 27:49,79 Minuten knapp vor dem U23-EM-Zweiten durch. Rang drei ging an Ben Connor (Großbritannien; 27:57,60 min). Mit seiner neuen Bestzeit schob sich Amanal Petros auf Platz 13 der ewigen deutschen Bestenliste.

Das deutsche Männer-Team landete in der Mannschaftswertung auf Rang drei. »Damit hatte ich spekuliert. Es hat wunderbar geklappt“, freute sich der Bundestrainer. Die Teamwertung mit den besten drei Läufern pro Nation entschied Italien mit 1:24:25,02 Stunden vor Großbritannien (1:24:55,33 h) und Deutschland (1:25:12,89 min) für sich. Die Spanier lagen 3,2 Sekunden hinter dem DLV-Trio.

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