Reinert Open in Versmold besetzen eine Nische im internationalen Tenniskalender – mit Video
Talente und Rückkehrerinnen

Versmold (WB). Weltklassetennis in Ostwestfalen wird nicht nur im Gerry-Weber-Stadion geboten. Gut zwei Wochen nach dem Finale der Noventi Open in Halle beginnt am 8. Juli in Versmold eines der größten deutschen Weltranglistenturniere für Frauen.

Mittwoch, 03.07.2019, 07:37 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 07:40 Uhr
Fed-Cup-Spielerin Anna-Lena Friedsam schlägt bei den Reinert Open in Versmold auf. Foto: dpa

Während die Topstars noch in Wimbledon aufschlagen, rollt Turnierdirektor Jan Miska bei den 12. Reinert Open bis zum Finaltag am 14. Juli der zweiten und dritten Garde der weiblichen Tennisprofis den roten Teppich aus. Das darf man in diesem Fall sogar fast wörtlich nehmen. Denn gespielt wird auf der neu gestalteten Anlage des Tennisparks Versmold auf Sand. Das ITF-Turnier ist mit insgesamt 60.000 US-Dollar dotiert.

Im internationalen Tenniskalender haben die Reinert Open ihre Nische als attraktives Sprungbrett für Tennistalente und interessante Einstiegsgelegenheit für Comebackspielerinnen gefunden. Von den bisherigen Turniersiegerinnen zählen aktuell mit der Rumänin Mihaela Buzarnescu (2017/derzeit in der Weltrangliste: 50), der Ukrainerin Kateryna Kozlowa (2014/66) und der Polin Magda Linette (2010/75) drei Profis zu den besten 100 Spielerinnen der Welt. Im vergangenen Jahr gewann die damals 17-jährige Serbin Olga Danilovic , die dieses Mal nicht gemeldet hat. Als Außenseiterin besiegte sie im Endspiel Laura Siegemund aus Metzingen .

Fünf deutsche Spielerinnen haben sich in Versmold bereits in der Siegerliste verewigt. Den Anfang machte die heute für Bredeney Essen spielende Sarah Gronert im Jahr 2009. Ihr folgte drei Jahre später Annika Beck aus Bonn. 2013 nutzte die Oerlinghausenerin Dinah Pfizenmaier ihren Heimvorteil beim Turnier in der Nachbarschaft. Die Hamburgerin Carina Witthöft besiegte 2015 im Finale die Schwedin Johanna Larsson. Den bislang letzten Sieg einer Deutschen gab es zwölf Monate später, als die Düsseldorferin Antonia Lottner triumphierte .

In diesem Jahr ruhen die deutschen Hoffnungen unter anderem auf Anna-Lena Friedsam. Die 25 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin aus Andernach kämpft sich nach längerer Verletzungspause und zwei Schulter-OPs mühsam zurück ins Geschehen. Für das Turnier in Versmold erhielt sie ebenso eine Wildcard wie frühere Weltranglistenfünfte Sara Errani (Italien), die nach einer zehnmonatigen Sperre wegen Dopings seit Februar an ihrem Comeback arbeitet, und Lokalmatadorin Katharina Gerlach (Tennispark Versmold). Die 21-Jährige hatte vor zwei Jahren mit ihrer Teamkollegin Julia Wachaczyk die Doppelkonkurrenz der Reinert Open gewonnen.

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