Packers-Spieler Equanimeous St. Brown macht seinen Sport in Deutschland noch populärer
Viel Schub für den NFL-Football

Bielefeld/Leverkusen (WB). Lange Zeit war in Deutschland für den Football nur eine kleine Nische vorgesehen. Irgendwo zwischen Fußball, Handball und Tennis war eben wenig Platz, um wahrgenommen zu werden. Doch das ändert sich seit einigen Jahren. Die NFL, die glamouröse und spektakuläre US-Profiliga, hat immer mehr Fans in Deutschland.

Sonntag, 03.02.2019, 09:45 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 09:48 Uhr
Deutsch-Amerikaner mit Durchsetzungskraft: Packers-Spieler Equanimeous St. Brown beschützt den Ball. Foto: imago

Das liegt zum einen an der Sichtbarkeit im frei empfangbaren TV bei Pro Sieben und Pro Sieben Maxx. Zum anderen an deutschen Stars wie Sebastian Vollmer (siehe Interview) und Equanimeous St. Brown – kurz EQ. Vor allem der Deutsch-Amerikaner St. Brown mit Wurzeln in Leverkusen, woher seine Mutter stammt, hat dem harten Sport made in USA zu einem weiteren, kleinen Schub in Deutschland verholfen.

»Es bedeutet mir sehr viel, dass mein Sport hier in Deutschland immer größer wird«, sagt EQ im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Dass die Popularität zunimmt, belegt ein Auftritt St. Browns am vergangenen Wochenende. Im ZDF-Sportstudio, durchaus anerkannter Gradmesser für die Bedeutung von Sportarten, durfte der Footballer über seine ersten NFL-Erfahrungen, seinen Sport und seine Karriere erzählen.

St. Browns Karriere beginnt spektakulär

Und die begann spektakulär. Denn der Wide Receiver, der auf dem Feld vor allem die Aufgabe hat, Bälle seines Quarterbacks zu fangen und möglichst für Punkte zu sorgen, wurde vergangenen April von einem der bekanntesten Football-Teams der Welt verpflichtet: den Green Bay Packers. »Es ist schön, dort zu spielen. Jetzt, wo ich ein Packer bin, weiß ich erst recht, wie groß dieser Verein und diese Mannschaft sind«, sagt EQ. Aufgewachsen ist der 22-Jährige in Kalifornien. Genau so wie Packers-Quarterback Aaron Rodgers. Rodgers gilt als talentiertester Spieler seines Fachs, ist der bestbezahlte Spielmacher aller Zeiten (114 Millionen Euro in vier Jahren). Und er hilft Equanimeous St. Brown, noch besser zu werden: »Aaron gibt uns im Training und im Spiel viele Tipps. Aber vor allem ist er mein Teamkollege und möchte wie ich gewinnen.«

St. Brown ist halt kein Fan der Zurückhaltung. Die Offensivkraft der Packers weiß, was sie will. Mit seiner ersten NFL-Saison sei er zufrieden gewesen. Doch es soll mehr folgen. Viel mehr. »Ich hoffe, dass wir in die Play-offs kommen und den Super Bowl gewinnen«, betont er. Dieses Jahr muss er noch mit der Zuschauerrolle leben. Am Dienstag ging es zurück in die Staaten. Den Super Bowl wird er dann »irgendwo in Los Angeles« verfolgen . Das Ziel fest vor Augen, selbst einmal den größten Titel im Football zu gewinnen und den Sport in seiner zweiten Heimat Deutschland damit noch populärer zu machen.

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