Bundesliga
BVB siegt glücklich im Spitzenspiel in Gladbach

Der BVB bleibt Angstgegner für Mönchengladbach und ist dem FC Bayern wieder auf den Fersen. Gladbach kämpft um die Champions-League-Plätze.

Samstag, 07.03.2020, 21:52 Uhr aktualisiert: 07.03.2020, 21:56 Uhr
Gladbachs Lars Stindl (l) hatte im Topspiel gegen Axel Witsel und Borussia Dortmund das Nachsehen. Foto: Bernd Thissen

Mönchengladbach (dpa) - Die Dortmunder feierten ihren glücklichen Sieg im Topspiel ausgelassen und sind dem FC Bayern München im Titelrennen wieder auf den Fersen.

«Jetzt wollen wir die nächsten drei Spiele gewinnen und dann im Spiel gegen die Bayern noch mal angreifen», sagte BVB-Abwehrchef Mats Hummels nach dem zehnten Bundesligasieg gegen Borussia Mönchengladbach in Serie. Achraf Hakimi (71. Minute) erzielte den Siegtreffer zum 2:1 (1:1) gegen Gladbach. Zuvor hatten der Ex-Gladbacher Thorgan Hazard (8.) für Dortmund und Lars Stindl (50.) für Mönchengladbach getroffen.

Durch den Sieg zum Beginn einer eminent wichtigen Wochen bleiben die Westfalen im Titelrennen. Mit 51 Punkten sind die Dortmunder nun Zweiter hinter dem FC Bayern München. Die lange Zeit überlegenen Gladbacher fielen vorerst aus den Champions-League-Plätzen, können mit einem Sieg am Mittwoch im Nachhol-Derby gegen 1. FC Köln aber wieder an Bayer Leverkusen vorbeiziehen. «Wir haben heute wieder ein sehr enges Spiel gege Dortmund verloren. Obwohl wir heute auch wieder mehr verdient gehabt hätten», sagte Gladbachs Coach Marco Rose.

Zu allem Überfluss verloren die Gladbacher auch noch früh ihren Mittelfeld-Stratege Denis Zakaria. Der Schweizer war in der 30. Minute bei einer waghalsigen Rettungsaktion seines Landsmanns Yann Sommer vom eigenen Torhüter am rechten Bein getroffen worden. Einen Einsatz im Nachholspiel gegen den 1. FC Köln schloss Gladbachs Trainer mehr oder weniger aus. «Er wird sicher einige Tage ausfallen», sagte Rose, der insgesamt aber von keiner schlimmen Verletzung ausgeht: «Es scheint nicht so dramatisch zu sein.»

Das Prestigeduell der Borussias hielt von Beginn an, was es versprochen hatte. Beide Teams waren giftig, kämpften um jeden Zentimeter und boten Spektakel. Im ersten Durchgang waren die Gladbacher stärker und hatten vor allem mehr und bessere Chancen. Die Dortmunder Führung war glücklich. Bitter aus Gladbacher Sicht war der Geniestreich ihres früheren Angreifers Hazard, der nach einem Fehler von Gladbach-Kapitän Stindl im Aufbauspiel in Zakaria, Matthias Ginter und Nico Elvedi gleich drei Gegenspieler austanzte und sehenswert ins lange Eck schlenzte.

«Das war schon ein komisches Gefühl bei meinem ersten Spiel hier in Gladbach», sagte Hazard, der sein Tor still feierte an alter Wirkungsstätte. Dass er überhaupt von Beginn an spielte, war durchaus überraschend: Auf den aktuell erfolgreichsten Dortmunder Torschützen Jadon Sancho, der einige Tage krank war, hatte BVB-Coach Lucien Favre zunächst verzichtet.

Durch die Führung wurde der ungestüme Gladbacher Beginn etwas gebremst. Dortmund verteidigte abgeklärt und bekam mehr Ruhe in die eigenen Aktionen. Nach vorne tat sich aber wenig. Der neue Wunderstürmer Erling Haaland war diesmal kein Faktor.

Ganz ausschalten konnte der BVB den Gladbacher Angriff indes nicht. Viel Glück hatten die Westfalen kurz vor der Pause - insbesondere Dan-Axel Zagadou, der zunächst Jonas Hofmann im Strafraum elfmeterwürdig von den Beinen holte und kurz darauf Christoph Kramer den Ellbogen ins Gesicht rammte. In beiden Situationen drückte Schiedsrichter Sascha Stegemann ein Auge zu, gab keinen Strafstoß und zeigte nur Gelb. «Das ist Wahnsinn. Da wünsche ich mir, dass der Schiedsrichter rausgeht und sich das Ding anschaut», sagte Hofmann zu dem nicht gegebenen Strafstoß.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff fiel dann der überfällige Ausgleich. Erst dadurch wachte der BVB wieder auf und legte einen Zwischenspurt ein. Die erneute Führung fiel dennoch glücklich. «Wir haben in der zweiten Halbzeit super gespielt. Das war sehr wichtig für die Meisterschaft», befand BVB-Trainer Lucien Favre. Für die Dortmunder steht nun am Mittwoch das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Paris Saint-Germain mit Ex-Trainer Thomas Tuchel an.

Trotz einiger Befürchtungen im Vorfeld hielten sich beide Fan-Gruppierungen mit heftigen Schmähungen zurück. Die Anhänger beider Teams beließen es bei in der Wortwahl halbwegs harmloser, allerdings deutlicher Kritik am ungeliebten DFB.

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