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Nachtsichtgeräte

Egal ob Sie Naturforscher, Jäger, Polizist, Sicherheitsbeamter, beim Militär arbeiten oder es für den privaten Gebrauch benötigen: ein Nachtsichtgerät kommt in vielen Berufen und Bereichen regelmäßig zum Einsatz. Aber was kann dieses Gerät genau und sind alle Geräte legal? Dieser Artikel klärt Sie kurz über die verschiedenen Technologien auf und rät auch von ein paar Geräten ab.

Montag, 04.01.2021, 05:21 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 09:24 Uhr
Foto: Pixabay

Was sind Nachtsichtgeräte und welche Typen gibt es?

Ganz allgemein gehalten hat ein Nachtsichtgerät nur eine Aufgabe: es soll dem Nutzer eine gute Orientierung in der Dunkelheit geben. Anhand der verbauten Technologie ist dies tatsächlich möglich. Der Markt hat so einiges zu bieten, denn die Technologie entwickelt sich stetig weiter. Allerdings muss man als Käufer stark aufpassen, bevor man sich für einen Kauf entscheidet, denn nicht alle Geräte sind in Deutschland legal.

  • Nachtsichtgerät mit Restlichtverstärker: Diese Technik wurde so konzipiert, dass sie das noch vorhandene Licht aus den Quellen wie dem Mondlicht oder Sternenlicht nutzt und es verstärkt. Auch Infrarotlicht, welches für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist, dient als Lichtquelle und wird mit Hilfe einer Bildwandlerröhre in sichtbares Licht umgewandelt. Diese Nachtsichtgeräte haben eine große Reichweite und je nach Modell und Baujahr kann man sogar Geräte kaufen, die ein schwarz-weiß-Bild produzieren und nicht wie herkömmlich das bekannte grüne Bild. Für mehr Nachtsichtgeräte hier klicken und Sie erhalten weitreichende Informationen.
  • Wenn Sie beispielsweise als Jäger unterwegs sind und Sie einen bewölkten Tag erwischt haben, dann kann nur wenig Licht verstärkt werden. Darum ist an dieser Stelle ein Nachtsichtgerät mit IR-Strahler von großer Bedeutung. Dieses Modell leuchtet die Umgebung mit einem Infrarot-Strahl aus, was sowohl für den Menschen als auch das Tier nicht sichtbar ist. Die ebenfalls integrierte Bildwandlerröhre erzeugt aus diesen Daten ein für das menschliche Auge sichtbares grünes Bild. Normalerweise ist dieser IR-Aufheller in das Nachtsichtgerät eingebaut. Tipp: Sollten Sie an einem schneebedeckten Ort ein Nachtsichtgerät benötigen, dann ist das Nachtsichtgerät mit IR-Strahler nicht zu empfehlen, weil der Schnee das Infrarotlicht reflektiert und so kein brauchbares Bild bzw. keine Orientierung im Dunkeln resultieren kann.
  • CCD-Bildsensoren werden von digitalen Nachtsichtgeräten genutzt, um die Orientierung und das Sehen in der Dunkelheit zu gewährleisten. Sie können Infrarotstrahlung wahrnehmen, weil diesen Geräten der Sensor für den Infrarot-Filter fehlt. Auf einem Display wird dann ein schwarz-weiß-Bild der elektronischen Umwandlung sichtbar.
  • Die körpereigene Wärme wird von Thermalkameras sichtbar gemacht. Andere bekannte Synonyme sind Wärmebildkameras oder Wärmebildgeräte. Diese Geräte können die Temperaturunterschiede sichtbar machen, weshalb sie sowohl bei Dunkelheit, als auch bei Nebel, Regen und am Tag eingesetzt werden können.
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Foto: Pixabay

Illegal in Deutschland

Folgende Geräte sind illegal in Deutschland , beziehungsweise die Rechtslage ist nicht gut genug geklärt und kann von Bundesland zu Bundesland schwanken. Darum wird vom Gebrauch eher abgeraten oder man sollte sich vorab bei einem Spezialisten informieren.

  1. Nachtzieltechnik: diese Technik geschieht über Nachtsichtzielfernrohre. Diese Fernrohre haben einen Bildwandler eingebaut und in der Regel ein elektronisches Absehen in der Zieloptik. Die Nachtzieltechnik ist in Deutschland nicht erlaubt, auch nicht mit einer Sondergenehmigung.
  2. Projektionsmethode: Bei der Projektionslösung wird ein Nachtsichtgerät an die Seite des Zielfernrohres mittels Adapter montiert. In der Regel wird diese Methode parallel zur Zieloptik benutzt. Ein lichtstarker Infrarotlaser oder LED Strahler wird mit Hilfe eines Adapters hinter das Zielfernrohr geschaltet. Man schickt also den Laser durch das Zielfernrohr hindurch und dadurch projiziert es das Absehen auf das Ziel. Diese Zielprojektion nimmt man nur mit einem Nachtsichtgerät wahr, da der Laser eine bestimmte Wellenlänge hat, die mit dem menschlichen Auge sonst nicht sichtbar wäre. Die Legalität dieser Methode ist unklar, darum sollte man sie besser nicht nutzen, um kein Risiko einzugehen und mit dem Gesetzgeber in einen Konflikt zu geraten.

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