EU 5,5 Milliarden Euro für Rettung von Millionen Leben gesucht

Brüssel (dpa) - Mit etwa 5,5 Milliarden Euro könnten durch Impfungen zwischen 5 und 6 Millionen Menschenleben bis zum Jahr 2020 gerettet werden. Dies sagte der Chef der Globalen Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Gavi), Seth Berkley, bei einer Geberkonferenz in Brüssel.

Von dpa
Bis zu 6 Millionen Menschenleben könnten bis 2020 durch etwa 5,5 Milliarden Euro teure Impfungen gerettet werden. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
Bis zu 6 Millionen Menschenleben könnten bis 2020 durch etwa 5,5 Milliarden Euro teure Impfungen gerettet werden. Foto: Kay Nietfeld/Archiv Foto: dpa

Mit dem Geld könnten 300 Millionen Kinder durch Impfung vor vermeidbaren Krankheiten bewahrt werden. Seit Gründung der Allianz im Jahr 2000 seien bereits 440 Millionen Kinder mit finanzieller Hilfe der Gavi geimpft worden.

Die Europäische Union kündigte eine Verdoppelung der bisherigen Zuwendungen an die Impf-Allianz an: Sie werde zwischen 2014 und 2020 jährlich 25 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt geben. «Es ist schrecklich und nicht hinnehmbar, dass jedes Jahr rund 1,5 Millionen Kinder an Krankheiten sterben, die mit einer simplen Impfung verhindert werden könnten», sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Die Allianz wird unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Forschungseinrichtungen und Impfstoffherstellern sowie der Bill und Melinda Gates-Stiftung unterstützt.

«Es gilt, das Ziel von Gavi, bis zum Jahr 2020 weitere 300 Millionen Kinder zu impfen, mit aller Kraft zu unterstützen», sagte der Staatssekretär im deutschen Entwicklungsministerium, Thomas Silberhorn. Deutschland sei bereit, Anfang 2015 Gastgeber der abschließenden Geberkonferenz für den Zeitraum 2016 bis 2020 zu sein. Berlin hatte im vergangenen Jahr Gavi mit 30 Millionen Euro unterstützt.

Die von den Popstars Bono und Bob Geldof gegründete Lobbyorganisation gegen Armut und vermeidbare Krankheiten in den ärmsten Teilen der Welt, One, begrüßte die Ankündigung Silberhorns als «Zeichen an die gesamte Gebergemeinschaft».

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