Wirtschaft
Corona-Krise – Ist meine Immobilie jetzt weniger wert?

Die Corona-Krise hält die Welt in ihren Bann und hat weltweit zu einer Wirtschaftskrise geführt. Viele Branchen sind hart davon getroffen und kämpfen ums nackte Überleben. Aber wie steht es eigentlich um den Immobilienmarkt? Welche Auswirkung hat die Corona-Krise auf die aktuellen Immobilienpreise? Müssen Eigentümer damit rechnen, dass der Marktwert des Eigenheims oder der Geschäftsimmobilie bald nur noch den Bruchteil des Preises wert ist, oder steigen die Immobilienpreise wie in den Vorjahren kontinuierlich an?

Freitag, 05.02.2021, 13:33 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 13:55 Uhr
Foto: Colourbox

Fallen aufgrund der Corona-Krise die Immobilienpreise ins Bodenlose?

Die gute Antwort: Nein. Bislang zeigt sich der Immobilienmarkt völlig unbeeindruckt vom Weltgeschehen. Es scheint, als ob ihm die Corona-Krise nichts anhaben kann. Die Immobilienpreise steigen sogar, als ob nichts geschehen wäre. Aber bleibt das auch so? Glaubt man den Prognosen der Fachleute, dann macht sich eine Trendwende auf dem Immobilienmarkt erst Monate oder gar Jahre später bemerkbar. Beobachtet man den Markt, so ist dies noch nicht der Fall. Um Klarheit zu haben, können Eigentümer jedoch in gewissen Abständen den aktuellen Marktwert ihrer Immobilie durch eine Immobilien-Agentur bewerten lassen. Somit ist man immer auf dem neuesten Stand.

Sind Immobilien im Jahre 2021 immer noch eine sichere Geldanlage?

Immobilien sind auch in Krisensituationen eine sichere Investition. Bringen Aktien oder Sparkonten keine Gewinne, so sind und waren Immobilien schon immer eine gute Geldanlage. Dieses Phänomen beweist sich gerade wieder. Immobilien-Experten sagen: Auch in der Corona-Krise hat sich die Nachfrage nach Immobilien und somit das Preissegment im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Das mag daran liegen, dass in vielen Teilen Deutschlands eine hohe Nachfrage an Immobilien gegenüber einem geringen Angebot steht. Dies sind positive Neuigkeiten für Eigentümer von Immobilien und Eigentumswohnungen, denn der Wert bleibt trotz Corona stabil. Sollten Sie also vorhaben, in der nächste Zeit ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen, müssen Sie keine Angst haben, Zugeständnisse beim Kaufpreis machen zu müssen. Kaufinteressenten, die dachten, dank Corona günstig an eine Immobilie zu kommen, werden erst einmal enttäuscht.

Corona-Krise – Steigen die Immobilienpreise in den ländlichen Regionen?

Seit dem Start der Pandemie und der Option, im Homeoffice zu arbeiten, zieht es immer mehr Menschen aufs Land. Ballungsgebiete, die über eine gute Infrastruktur verfügen, sind aufgrund Corona gefragter denn je. Ganz besonders Familien bevorzugen immer mehr ländliche Gebiete. Die Corona-Krise hat die Nachfrage von Immobilien in den sogenannten Speckgürteln der Großstädte noch verstärkt. Somit wird 2021 ein Anstieg der Mieten und Immobilienpreise im Umland vorhergesagt. Immobilien Experten rechnen damit: Der Abstand im Preisniveau zwischen Immobilien in der Stadt und auf dem Land wird sich minimieren.

Können sich Mieter 2021 über Mietsenkungen freuen?

Mieter werden sich nicht über Mietsenkungen freuen können. In einigen Fällen kommt es zu einer Korrektur des Mietpreises. Im Großen und Ganzen bleiben die Mietpreise in Deutschland aber stabil. Dies betrifft vor allem Wohnungen und Immobilien in Städten, die bereits vor Corona attraktiv waren. In Metropolen wie München, Köln, Frankfurt, Berlin oder auch Hamburg sind Mietpreissenkungen nicht in Sicht.

Wohnungssuchende in kleineren Universitätsstädten jedoch, wo Covid-19 dazu führte, dass weniger Studienanfänger sich auf die Suche nach geeignetem Wohnraum begeben, können von niedrigeren Mieten profitieren.

Gewerbeimmobilienpreise – Durch Corona und Lockdown ein Schnäppchen?

Seit Beginn der Corona-Krise steigt die Zahl der Unternehmen, die wirtschaftlich an ihre Grenzen stoßen. Viele Selbstständigen müssen aufgeben, da sie wegen der fehlenden Einnahmen ihre gewerblichen Festkosten nicht mehr begleichen können. Dies sorgt dafür, dass immer mehr gewerbliche Objekte auf dem Immobilienmarkt verfügbar sind. Besonders in teuren Lagen ist das der Fall. Aber nicht alle Branchen sind im selben Maß davon betroffen. So ist zum Beispiel die Nachfrage von Logistikimmobilien gestiegen, da Online-Märkte wegen der beschlossenen Corona-Maßnahmen und den einhergehenden Geschäftsschließungen boomen.

Trotzdem sich viele Menschen mittlerweile im Homeoffice befinden und von zu Hause arbeiten, sind Immobilien, die weitestgehend über Büros verfügen, bis jetzt nicht von der Corona-Krise betroffen. Zwar wurde in diesem Sektor des Immobilienmarktes kein kontinuierlicher Anstieg der Miet- und Kaufpreise vermerkt, jedoch waren auch keine wirklichen Einbußen zu spüren. Besonders in den Großstädten ist die Nachfrage immer noch ungebrochen. Ob sich in dieser Hinsicht etwas ändern wird, hängt stark von der wirtschaftlichen Erholung ab. Das totale Herunterfahren des öffentlichen sowie wirtschaftlichen Lebens wird wohl noch einige Zeit für ein verhaltenes Geschehen auf dem Immobilienmarkt und somit für stagnierende Immobilienpreise sorgen.

Die klaren Verlierer der Corona-Krise sind ganz klar die Hotels und Gastronomiebetriebe. Reisewarnungen und vorübergehende Schließungen haben ihre Spuren hinterlassen. Schauen wir in die nächstgelegene Zukunft, so wird sich dieser Wirtschaftssektor auch nicht so schnell erholen können. Mietpreissenkungen von Gewerbeimmobilien sowohl sinkende Kaufpreise sind hier denkbar.

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