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Digitales
Jobs mit Zukunftspotenzial: In diesen Branchen wird Nachwuchs gesucht

Durch die Digitalisierung fallen sicherlich einige Jobs weg. Aufgaben, die künftig von Robotern oder Anlagen eigenständig erledigt werden können, benötigen keine menschlichen Kräfte mehr. Doch zugleich ergeben sich neue Jobs, sowie es traditionelle alte Berufsgruppen gibt, die händeringend nach Nachwuchs suchen. Aber welche Branchen suchen besonders und wo sind die Chancen auf eine recht gesicherte Zukunft groß? Dieser Artikel schaut sich einige Bereiche einmal an.

Montag, 11.01.2021, 04:46 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 14:51 Uhr
Die IT gehört zu den Branchen, die aktuell händeringend Leute suchen. Foto: Christina Wocintechchat / Unsplash.com

IT-Bereich

Fakt ist: Es werden Kräfte benötigt. Dabei liegt der Fokus nicht einmal unbedingt in der reinen Programmierung, dem Webdesign oder der Entwicklung, sondern ganz und gar in der Anwendung. Einige IT-Bereiche auf einen Blick:

  • Ausbildung – umso stärker die Digitalisierung voranschreitet, desto mehr Menschen müssen auf sie vorbereitet und gebildet werden. Letztendlich lässt sich dies mit den Consultants eines ERP-Systemherstellers vergleichen. Auch sie geben Schulungen und lehren direkt in den Unternehmen, wie das System angewendet und benutzt wird. Mit der fortschreitenden Digitalisierung sind diese Workshops und Fortbildungen auch in Produktionen oder kleinen Betrieben notwendig. Immerhin muss der Produktionsroboter von einem geschulten Menschen gesteuert werden.
  • IT-Betreuung – ist die IT in einem Unternehmen erst implementiert, ist der Weg natürlich lange nicht vorbei. Die wenigsten Unternehmen können ihre eigenen IT-Experten unterhalten, oft sind sie glücklich, wenn ihr Fachpersonal das gewöhnliche Firmennetzwerk warten, prüfen und reparieren kann. Künftig werden spezielle IT-Betreuer noch häufiger eingesetzt. Der Vorteil: Die Arbeit ist abwechslungsreich, da jeder Betreuer verschiedene Unternehmen betreut, zugleich kann vieles via Fernwartung übernommen werden.
  • Programmierung – sie nimmt weiterhin einen großen Anteil ein. Mit der fortschreitenden Digitalisierung werden Programmierer jedoch nicht nur in Softwareunternehmen benötigt, sondern mitunter direkt an Ort und Stelle. In der Produktion muss der Roboter auf jeglichen neuen Arbeitsschritt und auf die neuen Verhältnisse anderer Materialien umprogrammiert werden.

Das sind nur einfache Beispiele, denn der IT-Bereich geht so viel weiter. Umso mehr Lebens- und Arbeitsbereiche digitalisiert werden, desto häufiger werden Spezialisten benötigt, die Fehler beheben oder den Anwendern erklären, wie die einzelnen Bestandteile funktionieren und zu bedienen sind. Immerhin gibt es schon heute im handwerklichen Bereich teils speziell weitergebildete Kräfte, die sich rein um die Beratung und Installation eines Smart-Homes im Neubau kümmern.

Sicherheitsdienste

Das ist ein Arbeitsbereich, der auch künftig nicht wegfallen, sondern eher noch wachsen wird. In den letzten Jahren hat sich das Verhalten vieler Menschen drastisch geändert, sodass der Objektschutz oder der Ordnungsdienst immer häufiger notwendig ist. Konnten früher Einkaufszentren problemlos abends die Türen abschließen, sind heute immer wieder Sicherheitskräfte nötig. Doch welche Optionen gibt es?

  • Objektschutz – hierbei steht natürlich das Objekt des Auftraggebers im Mittelpunkt. Das Einkaufszentrum ist ein gutes Beispiel, denn in vielen Städten werden diese tatsächlich rund um die Uhr bewacht. Während des Tagesgeschäfts ist meist nicht allein der Objektschutz gefragt, sondern wird mit dem Sicherheitsschutz gepaart. Das heißt, die Ordnungskräfte greifen auch bei Streitigkeiten oder Vergehen gegen die Hausordnung des Gebäudebetreibers ein.
  • Sicherheitsdienst – dies sind mitunter die Ordner, die jeder von Konzerten, Fußballspielen, aber auch Messen kennt. Je nach Auftrag übernehmen die Kräfte bestimmte Aufgaben: Die Einlasskontrolle, Kontrolle auf verbotene Gegenstände. In Clubs und Bars ist der Ordnerdienst auch dafür zuständig, Gäste von der Örtlichkeit zu entfernen, die gegen die Hausordnung verstoßen. Auf der anderen Seite sind die Dienste aber auch Hilfestellungen für Besucher oder Gäste. So hilft der Ordnungsdienst rund um Messen durchaus bei der Parkplatzsuche, erklärt, wo sich welche Hallen befinden und gibt Auskünfte über sanitäre Anlagen. Wie bereit das mögliche Einsatzspektrum ausfällt, zeigt dieser Sicherheitsdienst aus Arnsberg .  

Die Arbeit in diesen Bereichen mag von außen oft simpel und leicht erscheinen, doch ist sie es nicht. Auch kann nicht jeder den Job übernehmen. Während Alter und körperliche Konstitution oft nur eine untergeordnete Rolle spielen, sind andere Attribute federführend: Ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis und die entsprechende Ausbildung, die der Arbeitgeber bietet. Gerade die Vorbereitungskurse auf die Sachkundeprüfung 34a sind wichtig.

Das Handwerk

In Deutschland herrscht ein enormer Fachkräftemangel. Doch während oft über die IT, die Wirtschaft und Forschung gesprochen wird, bietet das Handwerk ebenfalls Aussichten – und sucht händeringend nach Nachwuchs .

-      Welche Bereiche? – während der Mechaniker- und Mechatronikerbereich durchaus abgedeckt ist, sind es all die anderen Gewerke, denen es an Nachwuchs fehlt. Dachdeckerbetriebe, Schreinereien, Installateure, Elektriker und Schornsteinfeger. Wer einen handwerklichen, doch außergewöhnlichen Beruf sucht, der kann die Schmiedeausbildung oder die Sattlerausbildung beginnen. In beiden Berufen ist die spätere Kundengruppe recht wohlhabend.

-      Die Voraussetzungen – die meisten Handwerksbetriebe suchen wirklich händeringend nach Auszubildenden. Ein Schulabschluss ist notwendig, wichtiger ist jedoch die Lern- und Arbeitsbereitschaft. Ein Lehrling, der gut und gerne mit anpackt und auch Arbeiten von sich aus sieht, ist gerne gesehen – und hat die Chancen, später auch einen Zuschuss für die Meisterausbildung zu erhalten.

-      Die Möglichkeiten – wer den Meistertitel hat, der kann eine eigene Werkstatt übernehmen oder auch aufmachen. Gerade kleinere Handwerksbetriebe suchen sich ihre Nachfolge mitunter direkt im Betrieb aus. Ein tüchtiger Geselle wird nun nicht nur die Chance haben, die Fortbildung zum Meister zu erhalten, sondern könnte die Werkstatt übernehmen.

Das Handwerk ist der Bereich, der von der Digitalisierung zwar berührt, doch nicht ersetzt wird. Ein hochmodernes Haus, welches von der Lüftung bis zum Backofen via smarten Technologien ersetzt wird, erfordert trotzdem einen Sanitärfachmann, wenn die Rohre verstopft sind. Zugleich wünschen sich viele Menschen mittlerweile in ihren Häusern und Wohnungen traditionelle Details. Ein vom Schreiner gefertigter Schrank wirkt anziehender, als einer, der ›von der Stange‹ kommt.

Security Person

Auch im Sicherheitsbereich herrscht ein großer Bedarf an Fachkräften. Foto: Rayner Simpson / Unsplash.com

Fazit – es gibt Bereiche mit echten Zukunftschancen

Natürlich spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Doch ersetzt sie nicht nur Jobs, sie schafft auch neue. Selbst im Handwerk wird auf digitale Helfer gesetzt, und wenn es nur die CNC-Fräse ist. Auf der anderen Seite nimmt die Notwendigkeit von Ordnungsdiensten und Objektschutzangeboten immer weiter zu. Die Bevölkerung hat sich verändert, der Respekt vor fremdem Eigentum nimmt teils rapide ab. In allen drei Bereichen – IT, Handwerk und Sicherheit – gibt es viele unterschiedliche Jobs und viele werden noch hinzukommen. Das Positive ist, dass letztendlich wirklich für jeden etwas dabei ist.

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