Bielefelder Pharma- und Kosmetikhersteller wächst um 8,5 Prozent auf 340 Millionen Euro
Dr. Wolff steigert Umsatz

Bielefeld (WB/ef) -

Der Bielefelder Pharma- und Kosmetikhersteller Dr. Wolff trotzt im abgelaufenen Geschäftsjahr der Krise. Innovative und schnell entwickelte Produkte sorgten dabei für Sonderkonjunktur-Effekte, wie das Familienunternehmen mit seinen rund 780 Mitarbeitern am Montag mitteilte. Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf einen vorläufigen Umsatz von 340 (313) Millionen Euro.

Dienstag, 05.01.2021, 09:00 Uhr
Die Geschäftsführer Dr. Christian Mestwerdt, Eduard R. Dörrenberg, Christoph Harras-Wolff (von links) mit Produkten von Dr. Wolff. Foto: Fels

Der Bielefelder Pharma- und Kosmetikhersteller Dr. Wolff trotzt im abgelaufenen Geschäftsjahr der Krise. Innovative und schnell entwickelte Produkte sorgten dabei für Sonderkonjunktur-Effekte, wie das Familienunternehmen mit seinen rund 780 Mitarbeitern am Montag mitteilte. Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf einen vorläufigen Umsatz von 340 (313) Millionen Euro. „Wir blicken auf ein enorm anstrengendes, am Ende aber erfolgreiches Jahr 2020 zurück“, sagte Eduard R. Dörrenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Wolff Group. Nach der Devise „morgens Krise, nachmittags Chance“ habe es bereits Ende Januar 2020 tägliche „Krisen-Updates“ gegeben. Im Fokus hätten die Sicherheit der Mitarbeiter, die Rohstoffversorgung und das Liquiditätsmanagement gestanden. In dieser Phase habe Dr. Wolff „binnen weniger Tage“ entschieden, ein Hand-Desinfektionsgel zu entwickeln. Dörrenberg: „Vom 5. März an war es für rund sechs Wochen ausschließlich Dr. Wolff möglich, national Apotheken damit zu versorgen.“

Parallel seien weitere Entwicklungen im Bereich der Corona-Prophylaxe angelaufen. Kurz vor dem Jahresende wurde auch die wissenschaftliche Bestätigung für eine Handcreme mit bewiesener Anti-Corona-Wirkung – binnen zwei Minuten Einwirkzeit – erreicht „Es ist weltweit die erste Handcreme, die pflegt und gegen Corona wirkt“, so Dörrenberg. Zudem arbeite Dr. Wolff an weiteren Prophylaxe-Neuheiten. Details dazu nannte das Unternehmen am Montag aber nicht.

Weiter ausgebaut werden die digitalen Aktivitäten. Im Bereich „e-Wolff“ seien nun über 30 Mitarbeiter tätig. Unter den Produkten entwickelte sich der Bereich Zahnpflege mit einem zweistelligen Wachstum am besten. Insbesondere die Marke Karex liege deutlich über der Marktentwicklung.

Dörrenberg: „Wir waren im Jahr 2020 sehr vorausschauend und sehr aktiv. Diesen Kurs werden wir fortsetzen und erwarten dank der starken Marken und weiterer Innovationen für 2021 eine positive Geschäftsentwicklung. Lokale Rückschläge in einzelnen Märkten sind nicht ausgeschlossen, wobei wir für Asien deutlich optimistischer als für Europa sind. Wir glauben, dass die Krise in Europa auch wegen fehlender Digitalisierung deutlich länger anhalten wird.“

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