Blick auf das Börsenjahr 2020 aus OWL-Sicht – Herforder Modehersteller Ahlers verliert über 40 Prozent
Symrise-Aktie legt 15,6 Prozent zu

Bielefeld (WB) -

Immer mehr Anleger legen ihr Geld auch in Aktien oder Fonds an. Wer dabei auf regionale an der Börse notierte Unternehmen gesetzt hat, dürfte Licht und Schatten erlebt haben – also Gewinne und Verluste zumindest auf dem Papier.

Dienstag, 05.01.2021, 03:57 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 08:26 Uhr
Ein Mitarbeiter der Symrise AG hält eine Plastikflasche mit so genannten „ActiPearls“. Symrise ist einer der weltweit führenden Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen. Die Aktie legte 2020 gut 15 Prozent zu. Foto: Swen Pförtner

Hier eine Bilanz des Börsenjahres 2020 aus regionaler Sicht.

Symrise: + 15,6 Prozent

Am besten schnitten Aktien des Duft- und Aromenherstellers Symrise mit Sitz in Holzminden – neun Kilometer von Höxter entfernt – ab. Anlegern, die seit fünf Jahren dabei sind, kommen sogar auf ein Plus von rund 76 Prozent. Symrise, schon einmal als Kandidat für den Dax im Gespräch, ist an der Börse mit 14,8 Milliarden Euro (Marktkapitalisierung) bewertet. 2019 lang der Umsatz bei 3,1 Milliarden Euro.

Hella: + 7,2 Prozent

Der Autozulieferer mit Sitz in Lippstadt spürt zwar auch die allgemeine Krise vieler Unternehmen der Branche, zeigt sich aber weiter sehr innovativ. Das haben Anleger honoriert. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Hella-Aktie um 37 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 5,9 Milliarden Euro.

DMG Mori: - 2,9 Prozent

Der deutsche Teil des deutsch-japanischen Werkzeugmaschinenherstellers – die AG – hat in den vergangenen Jahren vielfach Rekordergebnisse präsentiert und schlägt sich auch im Corona-Jahr 2020 wacker. Die Aktie fiel 2020 dennoch leicht. Wer seit fünf Jahren investiert ist, kann sich neben der Garantie-Dividende zumindest über ein moderates Plus von knapp 8 Prozent freuen. Die Marktkapitalisierung beträgt 3,2 Milliarden Euro.

Ahlers: - 42,8 Prozent

Der Herforder Bekleidungshersteller Ahlers leidet sehr unter den Lockdowns der vergangenen Monate. Die Modegeschäfte waren 2020 über mehrere Wochen geschlossen. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 22 Millionen Euro zurückgegangen.

Paragon: - 29 Prozent 

Die Anleger des Autozulieferers aus Delbrück – bekannt etwa für seine Luftgütesensoren und Akustik-Produkte – mussten einen Verlust von 29 Prozent verkraften. Auf Sicht von fünf Jahren verloren die Titel sogar 70 Prozent an Wert. Das Unternehmen, das 2019 einen Umsatz von 192 Millionen Euro erzielt hat, ist an der Börse mit rund 44 Millionen Euro bewertet. Etwa die Hälfte der Aktien befindet sich im Streubesitz, die andere hält Unternehmensgründer Klaus Dieter Frers.

Voltabox: -31,8 Prozent

Der Batteriespezialist, ebenfalls mit Sitz in Delbrück, gehört größtenteils noch zu Paragon. Kürzlich haben Investoren aus der Schweiz zugesichert, einen Teil des Aktienpaketes zu kaufen. An der Börse hat Voltabox Federn gelassen. Die Aktie verlor in drei Jahren 83 Prozent. Sie war 2017 mit 30 Euro gestartet. Die Marktkapitalisierung beträgt 62 Millionen Euro.

Westag & Getalit: + 0,7 Prozent

Die Aktie des Baustoffzulieferers sowie Herstellers von Türen und Zargen mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück hat sich seitlich bewegt. Wer allerdings auf die vergangenen drei Jahre guckt, kommt auf ein ordentliches Plus von 49 Prozent. Im Corona-Jahr 2020 liefen die Geschäfte nicht wie erwartet. Umsätze und Gewinne dürften gefallen sein. Von den stimmberechtigten Stammaktien befinden sich nur elf Prozent im Streubesitz. Hauptaktionär ist mit über 80 Prozent die Broadview Industries AG in Rheda.

Gerry Weber: ???

Das Haller Modeunternehmen Gerry Weber nimmt hier eine Sonderrolle ein. Denn der Konzern ist nach seiner Insolvenz auch an der Börse erst im Herbst neu gestartet. Ausgehend von einem Kurs je Aktie von rund elf Euro hat sich das Papier inzwischen auf 22,80 Euro verdoppelt. Viele sogenannte Altaktionäre haben 2019 bei Gerry Weber viel Geld verloren.

Aumann: + 1,4 Prozent

Aumann ist ein weltweit führender Hersteller von Spezialmaschinen mit Sitz in Beelen. Der Fokus liegt auf Elektromobilität. Die Aktie stieg um 1,4 Prozent, auf Fünf-Jahres-Sicht verlor sie indes 82 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt 182 Millionen Euro. Aumann erzielte 2019 einen Umsatz von 260 Millionen Euro. Gestern gab es ein Plus von 4,9 Prozent.

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