Sonderveröffentlichung

Wirtschaft
Abstrafung durch Negativzinsen – so belasten die Einlagezinsen Privat- und Geschäftskunden

In der Hoffnung auf mehr Kreditvergaben verlangt die EZB von Kreditinstituten Negativzinsen, welche vermehrt an Kunden weitergegeben werden – so findet man ein Geschäftskonto ohne Strafzins. 

Montag, 04.01.2021, 09:10 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 10:21 Uhr
Foto: Pixabay

Zinsen sind doch etwas Schönes. Oder warum sonst sind wir immer auf der Suche nach Bankkonto, Anlagemöglichkeiten, Sparbüchern oder anderen Finanzprodukten, die hohe Zinssätze versprechen? Ja, Zinsen sind in der Tat positiv – sofern der Kunde sie vom Kreditinstitut erhält und nicht andersherum. Auch auf Kundenseite können Zinsen fällig werden – was negativ klingt, heißt auch so – Negativzins. Ein weiterer anerkannter Begriff für diese Art der Zinserhebung lautet Strafzins.

Sowohl als Privat- auch als Geschäftskunde ist man es gewohnt, Zinsen zahlen zu müssen. In der Regel auf Kredite. Doch der sogenannten Straf- oder Negativzins wird fällig, wenn ein Bankkunde Geld einzahlt. Immer mehr Banken bedienen sich dieses Modells – war es früher eine Art Verwahrgebühr für Großeinleger, betrifft das Strafzins Modell heute auch Otto-Normal-Verbraucher. Wenn Negativzinsen Girokonto und Geschäftskonto belasten, ist das nur eine weitere Form der Bankgebühr – anders verpackt, aber mit demselben Effekt: Der Bankkunde muss dafür zahlen, dass er sein Geld bei einem bestimmten Kreditinstitut verwahren oder anlegen darf. Über Geschaeftskonten24.net finden Business Kunden ein kostenloses Geschäftskonto, das hält, was es verspricht – ohne versteckte Gebühren, ohne Negativzins.

Negativzinsen – welche Banken erheben sie?

Vor allem für Unternehmen in der Start-up Phase ist es wichtig, zu wissen, dass ihr Geld gut aufgehoben ist. Viel Budget für Gebühren oder Zinsen gibt es meist nicht. Der „kostenloses Geschäftskonto“ Vergleich zeigt, dass es auch in der heutigen Zeit noch zahlreiche Banken gibt, die sich nicht finanzieren, indem sie ihre Kunden für Geldeinlagen abstrafen.

Bisher arbeiten vor allem die Volksbanken mit Negativzinsen – sei es bei Business Kunden oder bei Privatanlegern. Es ist davon auszugehen, dass andere Großbanken schnell nachziehen werden. Eine gute Recherche lohnt sich also und sollte tagesaktuell erfolgen. Wer ein kostenloses Geschäftskonto eröffnen möchte, sollte zudem stets das Kleingedruckte sorgfältig lesen.

Wann ist ein Business Konto wirklich kostenlos?

Spricht man von einem gratis Geschäftskonto, meint man in der Regel, dass der Bankkunde keine Kontoführungsgebühren abführen muss. Viele digitale Banken sowie auch die sogenannte Fintechs bieten solche kostenfreien Modelle an. Doch nur wenn der Kontoeröffnungsvertrag die Erhebung von Strafzinsen ausschließt, bleibt das Geschäftskonto auch wirklich kostenlos.

Wieso können Fintechs & Co sich kostenfreie Konten leisten?

Für Gründer auf der Suche nach dem passenden Geschäftskonto, aber auch für Privatpersonen, die das Girokonto wechseln möchten, stellt sich hier schnell die Frage nach dem Warum. Warum können gut etablierte Banken wie die Volksbank es sich nicht leisten, kostenlose Konten für ihre Kunden anzubieten? Und wieso um alles in der Welt können aufstrebende Banken es sich leisten? Als Erklärung kommen drei Theorien in Frage.

Einerseits können digitale Banken auf Filialen verzichten. In Start-up Manier arbeitet das Personal größtenteils in Großraumbüros, was Platz und somit Geld spart. Andererseits basieren sämtliche Abläufe bei Online Banken auf der Remote Abwicklung – während „alte Banken“ nun teuer umdenken müssen, sind Fintechs von Haus aus modern. Ein weiterer Grund kann es sein, dass wenig Privatkunden bisher Fintechs nutzen – besonders beliebt ist dieses Bank Modell, nämlich bei digitalen Nomaden und Gründern. Kurz: Die Remote Banken stehen besonders hoch im Kurs bei all denjenigen, die ihr Geld aus der Ferne verwalten möchte, es untergebracht wissen möchten und dabei Kosten einsparen wollen.

Kostenloses Geschäftskonto ohne Strafzinsen

Kreditinstitute möchten durch die Berechnung von Negativzinsen Geld für die Verwahrung von angelegtem Kapital verdienen. Gleichzeitig erhofft sich die Europäische Zentralbank , dass in der aktuellen Niedrigzinsphase so die Kreditvergabe angekurbelt wird – ein riskantes Geschäft, das unterm Strich vielleicht sogar zu Lasten der Banken gehen kann. Vielleicht ist dies ein weiterer Grund dafür, warum nicht alle Banken Strafzinsen berechnen?

Wer ohne Negativzinsen Girokonto oder Geschäftsgirokonto eröffnen möchte, sollte Angebote verschiedener Banken miteinander vergleichen und abwägen, welcher Kontotyp zum eigenen Business passt und wo Kostenfreiheit versprochen wird. Das bedeutet: Keine Kontoführungsgebühren, keine Erhebung von Strafzinsen. Wer allerdings kein Kapital ansammeln oder verwahren möchte, muss bei der aktuellen Gesetzgebung auch keine große Angst vor Negativzinsen haben – passend zur Niedrigzinsphase bewegen sich auch Strafzinsen im untersten Bereich. Wichtig ist, dass das Geschäftskonto letztlich perfekt zum Kunden passt.

 

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