Jahresempfang erstmals ohne Gäste, aber mit Musik und Interview
IHK Ostwestfalen „feiert“ online

Bielefeld (WB) -

Ein Jahresempfang, der keiner ist, weil es keine Gäste gibt. Für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen geht das Corona-Jahr 2020 ohne jene Traditionsveranstaltung zu Ende, die bei so vielen Unternehmern, Politikern und Interessenvertretern fest am ersten Montag im Dezember in ihren Terminkalendern stand.

Montag, 07.12.2020, 19:56 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 20:08 Uhr
Vor der Kamera: IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke (von links), ein Kameramann, Moderatorin Brigitte Büscher und IHK-Präsident Wolf Meier-Scheuven – hier noch alle mit Schutzmaske. Foto: IHK

Wo sich sonst schon mal bis zu 700 Besucher eng an eng durch das IHK-Gebäude in Bielefeld drängten, sich austauschten, ihr Netzwerk vergrößerten oder auch einfach mal „Tacheles“ redeten, wie es IHK-Präsident Wolf Meier-Scheuven ausdrückt, standen diesen Montag drei Personen vor einem Weihnachtsbaum: IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke, IHK-Präsident Wolf Meier Scheuven und als Interviewerin Brigitte Büscher, auch bekannt durch die TV-Sendung „Hart aber fair.“ Eine Kamera hielt das Geschehen fest. Zwischendurch spielte die Band von Roman Maiorino – gleich zu Beginn das Stück „Wish you were here.“

Wie sind die Unternehmen in der Region bisher durch die Corona-Krise gekommen? „Es gibt Unternehmen, denen geht es relativ gut – mit Einschränkungen. Es gibt aber auch Unternehmen, die vor einer Existenzkrise stehen, die ums Überleben kämpfen,“ sagte Meier-Scheuven. Dies betreffe vor allem Gastronomie, Eventmanagement sowie Kunst und Kultur. „Wir können froh sein, dass es da so viel Unterstützung gibt. Ich denke, das ist einzigartig in Europa.“

Der IHK-Präsident hofft, dass der Corona-Impfstoff bald zur Verfügung steht „und wir zu einer weitgehenden Normalität zurückkommen werden.“ Bisher habe Kurzarbeit geholfen, um Firmen über Wasser zu halten. Was die November-Hilfen betrifft, so forderte Meier-Scheuven, dass es für diejenigen Unternehmen, die vom Lockdown oder Teil-Lockdown betroffen sind, schnell Geld gebe. Zudem wünscht sich Meier-Scheuven, der auch Chef des Kompressorenherstellers Boge ist, dass die Politik jetzt nicht von Steuererhöhungen spricht, um die Kosten der Pandemie zu finanzieren. „Wir brauchen ein Klima, das Investitionen und Wachstum fördert. Denn das wird auch die Staatseinnahmen fördern.“

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