30,000 Extra-Kräfte helfen mit
1,6 Milliarden Pakete: DHL knackt bereits den Vorjahreswert

Für die Paketdienstleister hat die Weihnachtszeit schon längst begonnen. Wie in den vergangenen Jahre werden in diesen besonders viele Pakete versandt. Mit einem neuen Rekordwert bereits vor der ersten Advent hat jedoch keiner gerechnet.

Freitag, 27.11.2020, 12:30 Uhr aktualisiert: 27.11.2020, 12:32 Uhr
Ansturm bereits vor dem ersten Advent. In der Zustellbasis der Deutschen Post DHL am Hauptbahnhof in Rostock herrscht Hochbetrieb. Foto: Bernd Wüstneck

Bonn (dpa) - Schon fünf Wochen vor Jahresende hat die Deutsche Post DHL mehr Pakete zugestellt als im ganzen Vorjahr. In Deutschland seien 2020 bisher 1,6 Milliarden Pakete transportiert worden, teilte der Bonner Konzern am Freitag mit.

Damit wurde der firmeneigene Rekord schon jetzt übertroffen - 2019 hatten die gelben Transporter hierzulande 1,59 Milliarden Pakete befördert und damit so viel wie nie zuvor. Wegen des boomenden Online-Handels bricht die Firma schon seit langem Jahr für Jahr ihren eigenen Höchstwert, nun geschieht dies außergewöhnlich früh. Der Grund: In Corona-Zeiten shoppen viele Menschen lieber im Internet als im Geschäft.

Bis zum Jahresende rechnet der Konzern mit rund 1,8 Milliarden beförderten Paketen, das wäre ein Plus von etwa 15 Prozent. So hoch war der Zuwachs noch nie. Zum Vergleich: 2018 lag das Plus bei 7,7 Prozent und 2019 bei 5,7 Prozent.

Auch die Wettbewerber Hermes und DPD rechnen mit Höchstwerten, insgesamt beschäftigt die Paketbranche bis Jahresende 30.000 zusätzliche Kräfte zur Bewältigung der Sendungsmassen. Die Deutsche Post DHL lässt zudem ihre Briefträger mehr kleinere Pakete austragen als bisher, zudem klingeln die Zusteller bisweilen auch abends für die Paketübergabe. Die Firmen appellieren an die Verbraucher, möglichst früh ihre Sendungen aufzugeben oder verschicken zu lassen, damit sie Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum liegen. DHL nennt Samstagmittag, den 19. Dezember, als spätesten Zeitpunkt für eine Abgabe, damit das Paket spätestens am 24. Dezember ankommt.

© dpa-infocom, dpa:201127-99-485557/2

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