Phoenix Contact
Corona-Krise bremst leicht

Blomberg (WB/ef) -

Der Blomberger Elektronikkonzern Phoenix Contact hat die Folgen der Corona-Pandemie nach eigenen Angaben besser verkraftet als zunächst selbst angenommen. Aus heutiger Sicht werde das lippische Unternehmen das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang von vier bis fünf Prozent abschließen. Das teilte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Ulrich Leidecker am Dienstag mit.

Dienstag, 24.11.2020, 20:22 Uhr
Unternehmenszentrale von Phoenix Contact in Blomberg.

Der Blomberger Elektronikkonzern Phoenix Contact hat die Folgen der Corona-Pandemie nach eigenen Angaben besser verkraftet als zunächst selbst angenommen. Aus heutiger Sicht werde das lippische Unternehmen das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang von vier bis fünf Prozent abschließen. Das teilte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Ulrich Leidecker am Dienstag mit. „Ohne Währungseffekte liegen wir bei etwa minus drei bis minus vier Prozent“, sagte er weiter. Das sei für die Branche ein sehr guter Wert. 2019 hat Phoenix Contact einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erlöst.

Dabei hätten sich die Märkte weltweit unterschiedlich entwickelt. In der Region Amerika gebe es ein zweistelliges Minus. Asien entwickelte sich seit September sehr positiv mit einem steigenden Auftragseingang. In China gebe es ein Umsatzplus von gut zehn Prozent. Auch in den USA gehe die Wachstumskurve wieder nach oben.

Ulrich Leidecker ist im Vorstand von Phoenix Contact für das operative Geschäft zuständig

Ulrich Leidecker ist im Vorstand von Phoenix Contact für das operative Geschäft zuständig

Phoenix Contact hat 2020 weiter viel investiert. Insgesamt werden es rund 150 Millionen Euro sein, die in neue Strukturen und Innovationen fließen, teilte das Unternehmen mit. In Nanjing in China sei ein Gebäudekomplex an einem zweiten Standort in der Nähe des Flughafens in der Fertigstellung. In rund zehn Kilometer Entfernung sei in Mozhou – einem neu entwickelten Industriegebiet von Nanjing – ein neues Produktionsgebäude mit eigener Logistik von rund 34.000 Quadratmeter Nutzfläche entstanden. Zusätzlich wurde ein Wohnheim für Mitarbeitende errichtet. Zusammen mit einem Betriebsrestaurant seien das weitere 7750 Quadratmeter. Auch in Russland hat Phoenix Contact investiert und ist jetzt Teil des mit 2,6 Millionen Quadratmeter größten Technologieparks Europas in Skolkovo.

Am Standort in Blomberg wurde bei laufendem Betrieb die Logistik für rund 15 Millionen Euro erweitert. Neun weitere Regalgassen bieten jetzt 64.000 neue Stellplätze, heißt es. Die Kommissionsleistung werde damit um bis zu 40 Prozent gesteigert. Am Standort Herrenberg in Baden-Württemberg wurden sechs Millionen Euro in die Logistik investiert. Die Mitarbeiterzahl liegt weltweit bei etwa 17.500 und sei damit unverändert gegenüber 2019.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7693235?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F2198339%2F
„Hier ist gar nichts los“
Jugendliche ziehen auf einem Bollerwagen eine Kiste Bier hinter sich her.
Nachrichten-Ticker