Private Krankenversicherungen im Vergleich
Privat oder gesetzlich krankenversichert? Das sind die Fakten!

Rund 90% aller Bundesbürger sind in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Die restlichen 10%, meist selbständige Unternehmer oder Freiberufler, entscheiden sich für eine private Krankenversicherung. Das System der freien Krankenversicherungswahl bietet einige Vorteile und ist ein gravierender Unterschied zu den Krankenversicherungsmodalitäten unserer europäischen Nachbarländer.

Mittwoch, 07.10.2020, 01:37 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 15:42 Uhr
Foto: Colourbox

Die Vor- und Nachteile der gesetzlichen Krankenkassen

Jeder Arbeitnehmer mit einem Maximaleinkommen von 5.062,50 EUR ist automatisch ein Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse. Ein hauptsächlicher Vorteil der GKV besteht in der kostenlosen Mitversicherung aller weniger verdienenden Familienangehörigen, sowie der beitragsfreien Mitversicherung von Kindern bis zum 25. Lebensjahr. Wer selbstständig oder freiberuflich tätig ist und unter der Einkommensgrenze für die GKV liegt, kann sich freiwillig weiterversichern. In diesem Fall müssen die Beträge, die oftmals über dem Beitrag der PKV liegen, vom Versicherungsnehmer selbst bezahlt werden. Ein weiterer Nachteil, den man nicht übersehen sollte, beruht auf den festgeschriebenen Leistungen ohne jegliche Möglichkeit einer Individualisierung. Dennoch lässt sich unter dem Strich sagen, dass die Vorteile überwiegen, auch wenn ein GKV-Patient zum Beispiel keine Chefarztbetreuung und kein Einzelzimmer bei stationären Aufenthalten in Anspruch nehmen kann. Der Arzt rechnet bei gesetzlichen Krankenkassen direkt mit dem Versicherer ab, so dass der Patient keinen erhöhten Aufwand und auch keine Fristen für Rechnungsstellungen beachten muss.

Vor- und Nachteile von privaten Krankenversicherungen

Wer in jungen Jahren in die private Krankenversicherung geht, kann sich mit ein wenig Know-how und Kalkulation langfristig günstig versichern. Die Vereinbarung über eine Dynamik erhöht zwar die Beiträge in jüngeren Jahren, schließt aber eine starke Anhebung der Prämien mit zunehmendem Alter aus. Privatversicherte können die Leistungen individuell zusammenstellen, da sie zwischen verschiedenen Tarifen wählen und Zusatzoptionen integrieren können. Dazu gehören unter Anderem die Behandlung vom Chefarzt, sowie die stationäre Unterbringung im Einzelzimmer. Doch die Vorteile haben ihren Preis. Eine kostenlose Familienversicherung ist nicht möglich, so dass geringer verdienende Familienangehörige nur günstiger, aber nicht beitragsfrei mitversichert werden. Ein weiterer Nachteil ist der unvermeidbare Anstieg der Versicherungsprämie im Alter, auch wenn eine Dynamik eingebaut und kontinuierlich erhöht wird. Wichtig: Privat versicherte Patienten zahlen Arztrechnungen in Vorkasse, so dass eine gewisse Liquidität notwendig ist.

Das Wahlsystem trotz Versicherungspflicht - ein Vorteil für jeden Bundesbürger!

In anderen Bundesländern zahlen Krankenversicherte aller Berufe und aller Verdienstklassen ins selbe System ein. Eine freie Wahl zwischen der privaten, individuell konfigurierbaren, und einer gesetzlichen Krankenversicherung gibt es nicht. Obendrein zeichnet sich Deutschland sowohl bei der GKV, wie auch bei der PKV als das Land mit den meisten Möglichkeiten aus. Es gibt allein 105 gesetzliche Krankenkassen, während die Anzahl an privaten Krankenversicherungen und damit an Leistungen und Wahlmöglichkeiten deutlich über dieser Zahl angesiedelt ist.

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