Bund akzeptiert ab 27. November keine Papier-Abrechnungen mehr
Rechnung nur noch elektronisch

Berlin/Bielefeld (WB). Egal ob für den Bau eines Gebäudes oder die Lieferung eines dekorativen Blumenstraußes bei einem Auftritt der Bundeskanzlerin: Rechnungen an die Bundesrepublik Deutschland müssen ab 27. November elektronisch eingereicht werden. Papier wird in diesem Fall vom öffentlichen Auftraggeber nicht mehr akzeptiert.

Mittwoch, 07.10.2020, 04:00 Uhr
Rechnungen akzeptiert der Bund bald nur noch elektronisch. Foto: dpa

Darauf macht André Schneider, IT-Manager in der Bielefelder Kanzlei HLB Dr. Stückmann und Partner, aufmerksam. Bisher hatte der Auftragnehmer noch die Wahl. Das bleibe in den meisten Ländern, darunter NRW, und der Mehrzahl der Städte und Gemeinden auch weiterhin so – noch, wie Schneider betont. Er kritisiert, dass die Richtlinien nicht einheitlich seien. Das mache es für den einen oder anderen komplizierter.

André Schneider, IT-Manager bei HLB Stückmann in Bielefeld.

André Schneider, IT-Manager bei HLB Stückmann in Bielefeld. Foto: HLB

Grundsätzlich sieht der IT-Manager bei der elektronischen Rechnung große Vorteile: Der Unternehmer spare außer Papier auch Porto, Bearbeitungszeit und Transportweg. Kleine Unternehmen, die nicht über eine IT-Abteilung verfügten, sollten die Hilfe ihres Steuerberaters in Anspruch nehmen, rät Schneider. Sie seien in diesen Fragen schon lange im Thema.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen begrüßt den Schritt des Bundes. Die notwendige Vorabanmeldung auf einer Internetseite des Bundes sei ein einmaliger Vorgang. Er werde Unternehmen den Anstoß geben, weitere Abläufe in der Verwaltung zu digitalisieren, erklärte IHK-Sprecher Jörg Deibert. Für die meisten und vor allem für die größeren Betriebe sei der elektronische Austausch von Dokumenten im Kontakt mit Geschäftspartnern (B2B) ohnehin Normalität. Die Behörden hinkten dabei bislang hinterher. Es sei gut, dass der Bund jetzt ein Zeichen setze und vorangehe, sagte Deibert.

HLB Stückmann ist nach eigenen Angaben die führende selbstständige Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft in OWL. Bei ihr arbeiten 19 Partner und 160 Beschäftigte. Büros sind außer in Bielefeld auch in Hamburg und München.

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