Investitionen in der früheren DDR – und was daraus geworden ist
Ostwestfälische Unternehmer im Osten

Bielefeld (WB). Die Wiedervereinigung hatten vor 30 Jahren auch unter den Unternehmern in Ostwestfalen-Lippe wohl die wenigsten auf ihrem Plan. Doch dann reagierten viele sehr schnell. Die meisten sahen in der ehemaligen DDR vor allem die Chance auf Wachstum. Manche vielleicht auch auf schnellen Reibach. „Für viele aber war oder wurde es zu einer Herzensangelegenheit“, erklärt Thomas Herold und verweist darauf, dass auch die staatspolitische Verantwortung eine Rolle spielte.

Samstag, 03.10.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 16:00 Uhr
Der 2007 verstorbene Firmenpatriarch Rudolf August Oetker und sein Sohn August Oetker hatten Freude an der Entwicklung der in Sachsen übernommenen Biermarke Radeberger. Foto: Imago

Der frühere Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen und spätere Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Paderborn war seit 1976 für den damaligen „innerdeutschen Handel“ zuständig. In den Jahren der Wende war er dann in ganz NRW ein gefragter Ansprechpartner.

Ein Gedenkstein erinnert in Treuen im Vogtland an die A nfänge des dortigen Werks der Bielefelder Goldbeck-Gruppe.

Ein Gedenkstein erinnert in Treuen im Vogtland an die A nfänge des dortigen Werks der Bielefelder Goldbeck-Gruppe. Foto: Goldbeck

Eine Herzensangelegenheit wurde das Engagement in den neuen Bundesländern insbesondere für den Bielefelder Bauunternehmer Ortwin Goldbeck. Dabei gab es in diesem Fall, anders als bei manchen anderen, gar keine historischen Verbindung. „Mein Vater war einfach schwer beeindruckt von einigen sächsischen Stahlarbeitern, die an Weihnachten 1989 mit dem Trabi nach Bielefeld kamen und das Gespräch mit ihm suchten“, erinnert sich sein Sohn und jetziger geschäftsführender Gesellschafter Jörg Uwe Goldbeck. Umgekehrt waren die DDR-Bürger beeindruckt, als er ihnen für die Rückfahrt bis zum vereinbarten nächsten Gespräch wiederum in Bielefeld einfach einen firmeneigenen VW-Passat überließ. Ortwin Goldbeck versprach beim zweiten Treffen, er werde sich engagieren. Wenige Monate später nahm die Produktion in Treuen mit zunächst 30 Arbeitern ihren Anfang. Heute arbeiten am Standort über 900 – bei gleicher Produktivität wie im Westen. Der Standort ist in die Unternehmensgruppe voll eingebunden. Ortwin Goldbeck persönlich ist in Treuen, wohin er nach wie vor ein bis zwei Mal im Jahr fährt, „immer höchst willkommen“, berichtet sein Sohn.

Einfahrt zum Oetker-Pizzawerk in Wittenburg.

Einfahrt zum Oetker-Pizzawerk in Wittenburg. Foto: dpa

Stark engagiert haben sich von Anfang an die meisten Großunternehmen in OWL. Bei Dr. Oetker ergriffen die Brauereien die Vorreiterrolle. Schon im November 1990 übernahm Binding, wie Oetkers in Frankfurt ansässige Biersparte damals noch hieß, die Radeberger-Brauerei in Radeberg bei Dresden. Radeberger war neben Wernesgrüner die auch im Ausland bekannteste DDR-Biermarke. Sie galt als „Bückware“, das heißt, sie wurde von den Händlern eher versteckt und nur auf Nachfrage oder an Bekannte verkauft.

Oetker investierte sofort nach der Währungsumstellung 115 Millionen D-Mark in den Aufbau von Radeberger als Premiummarke, wählte mit der Dresdner Semperoper auch ein Symbol aus der Region für das neue Flaschenetikett. Dies erwies sich, obwohl damals gerade die alten Ostmarken bei den Menschen vor Ort zunächst kaum etwas galten, als weitsichtig. Der Jahresausstoß stieß von 400.000 Hektoliter 1991 auf 1,99 Millionen zur Jahrtausendwende. 2002 hat Oetker seine gesamte Biersparte umbenannt – von Binding in Radeberger. Zwei Jahre später, nach der Übernahme von Brau und Brunnen, stieg Oetker zum größten Bierbrauer Deutschlands auf. Im Schatten von Radeberger ist noch eine weitere ehemalige Ostbrauerei stark gewachsen: Ur-Krostitzer in der Nähe von Leipzig, deren Anfänge bis auf das Jahr 1534 zurückverfolgt werden können.

Neben der Bier- hat auch Oetkers Pizzasparte in den neuen Bundesländern schnell Fuß gefasst. Das Werk in Wittenburg in Mecklenburg-Vorpommern ist heute zusammen mit einer zweite Produktion in Saarland maßgebend für die Gruppe. Neu gebaut, startete es im Januar 1993 mit zunächst 80 Mitarbeitern. Heute sind mehr als 1000. Auch Oetkers berühmte Schokopizza wurde hier produziert. Dabei beschränkte sich das Engagement nicht nur auf das Ökonomische. Die Rudolf-August-Oetker-Stiftung hat Millionen für die Sanierung und Restaurierung alter denkmalgeschützter Kirchen in den neuen Bundesländern ausgegeben.

Ein Offsetdrucker überwacht in Pößneck im grafischen Betrieb GGP Media, der zu Bertelsmann gehört, eine Druckmaschine.

Ein Offsetdrucker überwacht in Pößneck im grafischen Betrieb GGP Media, der zu Bertelsmann gehört, eine Druckmaschine. Foto: dpa

Gedrucktes – vor allem Musiknoten und Bücher – gehörten in den Zeiten, in denen westdeutsche Besucher in der DDR noch zu einem Zwangsumtausch verpflichtet waren, zu den beliebtesten Einkäufen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch der Gütersloher Bertelsmann-Konzern in den neuen Bundesländern rasch nach Investitionsmöglichkeiten umsah. Im thüringischen Pößneck befand sich mit dem Karl-Marx-Werk die größte Buchdruckerei der DDR. Nach einigen Jahren der Restrukturierung wurde der Standort unter der Bertelsmann-Führung rentabel. Mehr noch: Von den Harry-Potter-Büchern bis hin zu Michele Obamas Memoiren wurden hier viele Bestseller des deutschen Buchmarktes gedruckt.

Nach wie vor hält der Bertelsmann-Geschäftsbereich Gruner + Jahr außerdem die Mehrheit an der Sächsischen Zeitung. Arvato hat Logistik- und IT-Standorte in Halle, Leipzig und Rostock. Und nicht zuletzt befinden sich die Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden und die Zentrale der Musiktochter BMG heute im ehemaligen Ostberlin.

Die Anfänge der heute in Minden ansässigen Melitta-Gruppe liegen in Dresden. Dort hat Melitta Bentz (Foto) 1908 den papiernen Kaffeefilter erfunden.

Die Anfänge der heute in Minden ansässigen Melitta-Gruppe liegen in Dresden. Dort hat Melitta Bentz (Foto) 1908 den papiernen Kaffeefilter erfunden. Foto: Melitta

Die Mindener Melitta-Gruppe ist sogar in Sachsen gegründet worden, 1908 in Dresden von Melitta Bentz. 20 Jahre später zog die Erfinderin des Kaffeefilters wegen der besseren Expansionsmöglichkeiten nach Ostwestfalen. Nun erwarb Melitta im Jahr 1992 im mecklenburgischen Neu Kaliß den VEB („volkseigener Betrieb“) Feinpapierfabriken, dessen Firmengeschichte weit vor die DDR-Zeit bis 1799 zurückreicht. Allerdings waren die Maschinen nicht mehr zeitgemäß. Melitta legte die Anlagen still und errichtete stattdessen im Ort ein völlig neues modernes Werk. Eine später gegründete Tochterfirma von Neu Kaliß in Berlin ist dabei, aus Holzfasern eine Alternative zur herkömmlichen Plastiktüte zu entwickeln.

Unter anderem wegen der Dumpingkonkurrenz aus China musste Schüco seine Solarsparte – hier das Werk in Großröhrsdorf – aufgeben. Die Bielefelder blieben aber mit der Kunststofffertigung in Sachsen-Anhalt.

Unter anderem wegen der Dumpingkonkurrenz aus China musste Schüco seine Solarsparte – hier das Werk in Großröhrsdorf – aufgeben. Die Bielefelder blieben aber mit der Kunststofffertigung in Sachsen-Anhalt. Foto: imago

Nicht alle Engagements ostwestfälischer Unternehmen in den neuen Bundesländern waren 100 Prozent von Erfolg gekrönt. Im Falle von Schüco traf dies Solarzellen-Produktion an den Standorten Osterweddingen bei Magdeburg und Großröhrsdorf in Sachsen. Dabei war die dortige Solarzellenproduktion besonders innovativ. Schüco stellte sie nicht wie üblich aus Siliziumkristallen her, sondern dampfte Silizium als dünne Schicht auf Glasscheiben auf. Doch um 2011 trafen die sinkende Nachfrage in Europa und billige Dumpingware aus China zusammen. Schüco stellte die unrentabel gewordene Solarsparte komplett ein und legte die Werke im Sommer 2012 still.

Der Tönnies-Schlachthof ist heute größter Arbeitgeber im Weißenfels.

Der Tönnies-Schlachthof ist heute größter Arbeitgeber im Weißenfels. Foto: imago

Gleichwohl ist Schüco in den neuen Bundesländern weiter stark präsent. In Weißenfels im sachsen-anhaltinischen Burgenland konzentrierten die Bielefelder seit 2006 Produktion und Entwicklung ihrer Kunststoff-Gebäudetechnik. Von den weltweit 960 Beschäftigten in diesem Bereich arbeiten mehr als 830 in Weißenfels. Von den 272 Millionen Umsatz, die das Werk 2019 erzielte, wurden 62 Prozent im Export erwirtschaftet.

Bekannt geworden ist Weißenfels in jüngster Zeit eher durch das Werk eines anderen ostwestfälischen Unternehmers. Mit 2200 Beschäftigten ist der Schlachthof von Tönnies der größte Arbeitgeber in der Gemeinde. Der Fleischkonzern aus Rheda-Wiedenbrück hat das Werk, dessen Ausbau die DDR-Führung noch kurz vor ihrem Ende beschlossen hatte, schon 1990 gekauft. Danach wurde er zügig ausgebaut. Tönnies investierte etwa 200 Millionen Euro. Allerdings wird auch in Weißenfels ein Großteil der Beschäftigten heute in Osteuropa angeworben. In der Stadt Weißenfels wurde nach der Wende die frühere Schuhfabrik stillgelegt, die nahen Chemiewerke in Leuna und Schkopau spielen als Arbeitgeber keine Rolle mehr.

Auch mittelständische Unternehmen wie der Blockheizkraftwerk-Hersteller Sokratherm aus Hiddenhausen engagierten sich in der Ex-DDR. Nordhausen ist heute größter Standort.

Auch mittelständische Unternehmen wie der Blockheizkraftwerk-Hersteller Sokratherm aus Hiddenhausen engagierten sich in der Ex-DDR. Nordhausen ist heute größter Standort. Foto: Sokratherm

Doch nicht nur Großkonzerne engagierten sich in der ehemaligen DDR; auch Mittelständler ergriffen die Chance. Sokratherm, Hersteller von mittelgroßen Blockheizkraftwerken, stieß zwölf Jahre nach der Gründung 1977 in Hiddenhausen im Kreis Herford an räumliche Grenzen. Gründer Hermann Meinhold knüpfte Kontakt zu dem großen Motorenhersteller IFA in Nordhausen in Thüringen. Ihn interessierte nicht die vorher größte Produktion von Dieselmotoren in der DDR, sondern der kleinere Bereich der Gasmotoren. An den Dieselmotoren zeigten sich mehrere Großkonzerne, darunter Daimler, interessiert. Als sie dann abwinkten, beschloss die Treuhandanstalt die Abwicklung des weitaus größten industriellen Arbeitgebers in der Region. Meinhold reagierte rasch und nahm sechs ehemalige IFA-Facharbeiter unter Vertrag. Inzwischen wuchs ihre Zahl auf 100 und die dritte Produktionshalle ist gebaut. In Hiddenhausen, wo Sokratherm weiter seine Zentrale hat, arbeiten weitere 25 Beschäftigte. Von der IFA blieben ein Industriepark mit vielen mittelständischen Unternehmen wie Sokratherm, ein Museum und Konstruktionsunterlagen, nach denen zum Beispiel in Indien weiter Sechszylindermotoren gebaut werden.

Abfüllanlage für PET-Flaschen bei Gaensefurther Schlossbrunnen, einem Unternehmen der Bielefelder Wüllner-Gruppe.

Abfüllanlage für PET-Flaschen bei Gaensefurther Schlossbrunnen, einem Unternehmen der Bielefelder Wüllner-Gruppe.

Mit der durch die Marke Carolinen bekannten Bielefelder Getränkefirma Wüllner nutzte ein weiteres mittelständisches Unternehmen zum einem frühen Zeitpunkt die Chancen der Grenzöffnung. Wüllner wusste natürlich um den guten Ruf des im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt gewonnenen Mineralwassers Gaensefurther Schlossbrunnen, das vor dem ersten Weltkrieg auch am englischen Hof getrunken wurde. Die Bielefelder investierten nach der Übernahme kontinuierlich. Erst 2018 ging im Beisein der etwa 100 Mitarbeiter eine neue ressourcenschonende Glas-Mehrweganlage in Betrieb. Mit 153 Millionen Abfüllungen im vergangenen Jahr ist Gaensefurther die Nummer 1 unter den Mineralwässern in Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus übernahmen in Bielefelder im mecklenburgischen Güstrow eine weitere Getränkefirma. 2019 füllten 55 Mitarbeiter 52 Millionen Flaschen Güstrower Schlossquell ab.

Neue Böllhoff-Fertigungshalle in Sonnewalde.

Neue Böllhoff-Fertigungshalle in Sonnewalde. Foto: Böllhoff

Ein weiteres Beispiel für ostwestfälische Unternehmer, bei denen in der Ex-DDR geschäftliches und privates Engagement Hand in Hand gehen, ist Böllhoff. Der Bielefelder Spezialist für Verbindungstechnik, dessen Produkte zu 60 Prozent in die Autoindustrie gehen, hat 1990 in Sonnewalde in Brandenburg ein Werk aufgebaut. Nach Neubauten in 2015 und 2019 verfügt der Standort jetzt über drei Werkhallen, in denen 185 Mitarbeiter beschäftigt sind. Wie die Lokalzeitung „Lausitzer Rundschau“ berichtet, saß der geschäftsführende Gesellschafter Michael Böllhof nach der Einweihung der jüngsten, acht Millionen Euro teuren Investition in einem Café in Zentrum von Finsterwalde, als sein Blick gegenüber an einem maroden, aber historisch interessanten Gebäude hängenblieb. Wie Böllhoff erfuhr, heißt das Gebäude im Volksmund „Kreml“, wohl weil hier früher die SED-Parteiführung untergebracht war. Nach der Wende erwarb ein Westdeutscher das Haus günstig von der Treuhand. Er hatte große Pläne, aber offenbar kein Geld, so dass das Haus zerfiel. Ein „Schandfleck“ mitten in der Stadt, wie die Zeitung schreibt. Nun wird es der Bielefelder Unternehmer mit Mitteln der Wolfgang-und-Regina-Böllhoff-Stiftung restaurieren.

Der Bielefelder Kompressorgen-Hersteller Boge produziert seit 2013 auch in Großenhain im Landkreis Meißen; das Bild zeigt den geschäftsführenden Gesellschafter und IHK-Präsidenten Wolf Meier-Scheuven.

Der Bielefelder Kompressorgen-Hersteller Boge produziert seit 2013 auch in Großenhain im Landkreis Meißen; das Bild zeigt den geschäftsführenden Gesellschafter und IHK-Präsidenten Wolf Meier-Scheuven. Foto: Oliver Schwabe

30 Jahre nach der Wiedervereinigung werden Investitionsentscheidungen in den neuen Bundesländern heute weniger mit dem Herzen, als aufgrund rationaler Überlegungen gefällt. Der Bielefelder Kompressorenhersteller Boge, an dessen Spitze der Präsident der IHK Ostwestfalen, Wolf Meier-Scheuven, steht, gibt dafür ein Beispiel. Wie der Technische Geschäftsführer Michael Rommelmann berichtet, suchte Boge wegen fehlender Erweiterungsmöglichkeiten in Bielefeld einen weiteren Standort. In Sachsen zeigte sich das Wirtschaftsministerium sehr offen und lockte auch mit staatlicher Förderung. Vier Standorte standen zur Wahl. Für Großenhain im Landkreis Meißen sprach ein gut gelegenes Gewerbegebiet und die große Offenheit der dortigen Kommunalverwaltung. Inzwischen, so berichtet Rommelmann, beschäftigt das Werk, in dem Verdichterstufen für Schraubenkompressoren hergestellt werden, 48 Mitarbeiter.

Wago, Paragon und noch mehr

Die Zahl von Tochterfirmen ostwestfälischer Unternehmen in den neuen Bundesländern ist noch weitaus größer. Wago, Spezialist für elektronische Verbindungselemente in Minden, mietete sich im Oktober 1990 im ehemaligen Sozialgebäude der Kali-Südharz AG in Sondershausen ein und begann mit sechs Mitarbeitern zu produzieren. Heute sind es mehr als 1000.

Die Delbrücker Paragon AG übernahm 1991 ein altes Robotron-Werk in Zella-Mehlis. Seit 1997 lässt der Chef des Autozulieferers, Klaus Dieter Frers, im thüringischen Suhl fertigen..

Für die Bielefelder Spedition Kunze, die heute Teil des Osnabrücker Hellmann-Konzerns ist, bedeutete die Übernahme des Standorts in Dresden die Rückkehr an den Ort der Gründung.

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