Besonders in den Städten
Bauland in Deutschland so teuer wie nie

Vor allem in Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Wohnraum gewaltig, doch es fehlt an Bauland. Das treibt die Bodenpreise in die Höhe.

Mittwoch, 16.09.2020, 08:45 Uhr
Eine Neubausiedlung bei München: Für Bauland müssen die Bundesbürger immer mehr Geld hinlegen. Foto: Peter Kneffel

Wiesbaden (dpa) - Bauland in Deutschland ist so teuer wie nie. Im Jahr 2019 waren pro Quadratmeter durchschnittlich 189,51 Euro fällig, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat - ein Rekordhoch wie bereits bei den Preisen für Wohnimmobilien.

Zehn Jahre zuvor war ein Quadratmeter nach Angaben der Wiesbadener Behörde im Schnitt noch für rund 122,00 Euro zu haben.

Im vergangenen Jahr mussten Investoren besonders viel in den Millionenstädten Berlin und Hamburg zahlen: In der Bundeshauptstadt kostete der Quadratmeter Bauland im Schnitt 1328,48 Euro, in Hamburg waren es 1157,91 Euro. Im ebenfalls vergleichsweise teuren Bayern lag der Durchschnittspreis bei 301,75 Euro pro Quadratmeter.

Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Kaufwerte mit jeweils unter 60 Euro pro Quadratmeter in den drei ostdeutschen Bundesländern Thüringen (49,67 Euro), Sachsen-Anhalt (52,19 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (56,10 Euro).

Nach Erkenntnissen der Statistiker steigen die durchschnittlichen Kaufwerte grundsätzlich mit der Gemeindegröße. In Kommunen mit weniger als 2000 Einwohnern wurden im Schnitt 66,04 Euro pro Quadratmeter bezahlt. In den 14 größten Städten der Republik mit mindestens 500.000 Einwohnern war es etwas mehr als das 17-Fache: 1128,33 Euro.

© dpa-infocom, dpa:200916-99-581692/2

Kommentare

Christoph  wrote: 16.09.2020 13:33
Hohe Preise für Bauland - woran es liegt
Die Preise für Bauland explodieren, für mich leider kein Wunder. Man schaue sich doch nur an, was passiert, wenn in einer Kommune entsprechende Flächen ausgewiesen werden sollen. Als erstes melden sich die Grünen zu Wort, dann die Linken, dann klagen die Umweltverbände und dann die Nachbarn. Es wird geklagt, es gibt Petitionen, da werden irgendwelche Insekten gefunden, die total selten und besonders schützenswert sind, belastete Flächen durch Kampfmittel oder ehemalige Deponien müssen zunächst saniert werden, zig Gutachten müssen vor der Erschließung in Auftrag gegeben werden und dann, wenn man ganz viel Glück hat, lässt sich eine Fläche vielleicht als Bauland vermarkten. Dass die Städte all diese Kosten für das Verfahren wieder auf die Fläche umlegen müssen, steht doch wohl außer Frage.
Junge Familien möchten ein Eigenheim bauen, aber von bestimmten Parteien, Verbänden und den Nachbarn, werden Ihnen nur Knüppel zwischen die Beine geworfen. Eine Entwicklung, die man nicht gutheißen kann...
Bitte nicht falsch verstehen, Natur-, Umwelt und Klimaschutz sind sehr wichtige Themen, die man nicht außer Acht lassen darf. Aber für mich kommen an erster Stelle immer noch die Menschen. Leider ist das das nicht bei allen so.
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