Gauselmann steigert Umsatz 2019 dank des Auslandsgeschäftes
Gute Geschäfte vor Corona

Espelkamp (WB/ef). Bevor der Lockdown zu einer wirtschaftlichen Vollbremsung in Deutschland führte, lag die Gauselmann-Gruppe auf Erfolgskurs: So schloss das familiengeführte Unternehmen aus Espelkamp das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatzplus von 6,7 Prozent ab. Alle Gruppenfirmen des Spielautomatenherstellers erzielten einen addierten Umsatz von 3,42 Milliarden Euro. Ohne den Innenumsatz lag der Erlös bei 2,58 (2018: 2,41) Milliarden Euro. „Ein tolles Ergebnis“, sagt Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender Paul Gauselmann und lobte den Einsatz seiner Mitarbeiter.

Montag, 07.09.2020, 03:56 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 14:42 Uhr
Die Gauselmann-Gruppe schloss das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatzplus ab. Foto: dpa

Mit der positiven Entwicklung vor der Corona-Krise ging auch ein Anstieg der Beschäftigten einher: Die Mitarbeiterzahl stieg um 451 Arbeitsplätze auf insgesamt 13.846 Mitarbeiter.

2019 manifestierte sich ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren bereits abgezeichnet hatte: Das Auslandsgeschäft wurde für Gauselmann immer wichtiger. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes erwirtschafteten die Spielemacher außerhalb Deutschlands. „Die Umsätze im Ausland sind vor Corona kontinuierlich gestiegen. Das hat die Abhängigkeit von unserem Kernmarkt Deutschland verringert, in dem sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen leider seit Jahren verschlechtert haben“, sagt Paul Gauselmann.

Abwanderung der Spielgäste

Immer neue Restriktionen sorgten dafür, dass es zu massiven Abwanderungen der Spielgäste in unlimitierte oder sogar zumeist illegale Angebote, zum Beispiel im Internet oder in Hinterzimmern kommt, wo Jugend- und Spielerschutz nicht mehr greifen. „Damit können wir den gesetzlich formulierten Auftrag, den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu lenken, oft nicht mehr bedarfsgerecht erfüllen.“

Erfreulich sei, dass vor Ausbruch der Pandemie das Eigenkapital der Gauselmann-Gruppe weiter gewachsen ist. So stieg die Kapitaldecke um 10,7 Prozent oder 108 Millionen Euro auf 1,12 Milliarden Euro und damit auf eine Eigenkapitalquote von 66,4 Prozent. Die hohe Eigenkapitalquote sei dem Unternehmen in der Phase des Lockdowns zugute gekommen. „Dadurch konnten wir – trotz der europaweiten Schließung unserer 800 Spielstätten, der vielen 100 Sportwettshops und der zehn deutschen Spielbankstandorte und den Casinos auf Kreuzfahrtschiffen – den Focus auf den vollen Erhalt der fast 14.000 Arbeitsplätze im Unternehmen legen“, betont Paul Gauselmann.

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