Wirtschaft
Wie kleine und mittelständische Unternehmen die Corona-Krise meistern

Das Sars-Cov-2 oder besser bekannt unter den Namen Corona-Virus beeinflusst das gesamte Weltgeschehen, auch die deutsche Wirtschaft. Viele Umsätze sind weggebrochen, einige Betriebe mussten zwischenzeitlich sogar komplett schließen. Auch wenn viele Vorgänge wieder in normalen Bahnen laufen, ist die Krise noch nicht überwunden. Dieser Artikel soll kleinen sowie mittelständischen Unternehmen eine Hilfestellung geben, wie diese Staatsförderungen nutzen und Umsätze stärken können.

Montag, 07.09.2020, 01:03 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 08:08 Uhr
Foto: Colourbox

Staatliche Hilfen vollständig nutzen

Die Hilfspakete des Staats sollen Unternehmen vor einer Existenznot schützen, so dass keine Arbeitsplätze verloren gehen. In der Realität ist dies jedoch nur eines von vielen Mitteln, die besonders kleine und mittelständige Unternehmen anwenden sollten, um aus der Krise erfolgreich hervorzugehen.

Dabei bildet der Schutzschild des Staates eine große finanzielle und steuerliche Hilfe für KMUs. Dadurch können viele Selbständige ihre Umsatzrückgänge abfedern. Es gibt viele Angebote, die einige Unternehmen annehmen können. Eines davon besteht in dem erleichterten Zugang zu günstigen Krediten und Bürgschaften der stattlichen KfW-Bankengruppe. Ebenfalls hilfreich ist der Verzicht auf Säumniszuschläge durch die Finanzämter. Dazu zählen auch Aussetzungen von Vollstreckungen für säumige Steuerschuldner, die vielen Selbständigen eine große Angst nehmen. Die wohl bekannteste Unterstützung ist natürlich die Kurzarbeiter-Regelung, die immer noch gültig ist. Dabei übernimmt die Bundesagentur für Arbeit Lohnkosten sowie Sozialabgaben. Unternehmen sollten sich gründlich darüber informieren, welche Hilfen für sie infrage kommen und wie der Staat ihnen beim Erhalt ihrer Firma unter die Arme greifen kann.

Umsätze und Arbeitsabläufe optimieren

Neben diesen stattlichen Hilfen sollten Unternehmen allerdings auch selbständig dafür Sorge tragen, ihren Betrieb zu optimieren. Firmen können durch geschickte Planung versuchen, ihren Umsatz zu steigern.

Einführung neuer Produkte

Umsätze zu generieren, ist jedoch in der momentanen Lage schwierig. Selbstständige sollten die wirtschaftlich schwache Zeit gezielt dafür nutzen, neue Produkte zu entwickeln und diese bald auf den Markt zu bringen.

Forscher haben bestätigt, dass sich die Einführung neuer Produkte positiv auf den Umsatz auswirkt. Auf lange Sicht können sich die Umsätze mithilfe von modernen Innovationen sogar verdoppeln. Die Gewinnverbesserungen halten sich zwar gering, allerdings haben neue Produkte einen langfristigen Effekt auf den Unternehmenswert.

Aktionspreise für kurzfristige Umsatzsteigerung

Einen unmittelbareren Effekt erzielen Unternehmen hingegen mit einer Anpassung der Preisstrategie. Eine Maßnahme der Wertsteigerungen können dabei Nachlass- sowie Rabattaktionen darstellen. Betriebe sollten sich allerdings bewusst sein, dass solche Aktionen meistens nur kurzfristig Gewinne einbringen und daher sparsam einsetzen.

Kosten einsparen

Gleichzeitig ist es sinnvoll, nicht nur Gewinne zu steigern, sondern auch zu versuchen, die Kosten im eigenen Unternehmen einzusparen. Dafür gibt es einige Möglichkeiten, die eventuell dazu beitragen können, dass mehrere KMUs aus der Region die Pandemie überstehen.

Kurzarbeit

Kurzarbeit ist in der Krise das Thema Nummer eins in der Wirtschaft. Betriebe sollten die Arbeitszeiten entsprechend der Auslastung anpassen und die Förderungen wie oben beschrieben dafür nutzen. Jede Firma sollte sich über die Einführung Gedanken machen. Der Staat hat die Regelungen dafür sogar verlängert, weshalb jeder Selbständige davon profitieren kann. Dies spart Geld und verhindert dadurch eventuell sogar Kündigungen. Dies freut nicht nur die Selbständigen, sondern auch die Angestellten und kann das Arbeitsverhältnis positiv stärken.

Energiekosten senken

Dadurch, dass viele Firmen mittlerweile Homeoffice eingeführt haben bzw. jetzt verstärkt einsetzen, halten sich die Mitarbeiter weniger in den betrieblichen Räumen auf. Dies senkt die Energiekosten, da weniger Personal Strom bzw. Wasser nutzt. Dies ist ein wichtiger finanzieller Vorteil, den vor allem kleine sowie mittelständische Unternehmen nicht außer Acht lassen sollten. Firmenreisen sollten nicht nur aufgrund der Ansteckungsgefahr minimiert werden, sondern können den Betrieben auch Fahrtkosten ersparen. Stattdessen empfehlen sich Video-Calls mit Kunden, Partnern und Kollegen.

Buchhaltung clever nutzen

Die Material- und Produktionskosten sinken automatisch bei geringerer Abnahme. Dies ist bei vielen Betrieben der Fall. Dabei sollten Selbständige sowohl auf das Lager als auch auf den Einkauf einen Blick werfen. Die Buchhaltung deckt dabei schnell auf, welche Einsparpotenziale in dieser Richtung vorhanden sind. Heutzutage gibt es zudem Programme, die der Abteilung bzw. dem Geschäftsführer bei der Tätigkeit helfen und die Bedienung um einiges erleichtern.

Ein ausgewogenes Verhältnis von Gewinnen und Einsparungen können in diesen Zeiten großes Bewirken. Kleine sowie mittelständische Unternehmen müssen sich jetzt diesen Herausforderungen stellen und jede Unterstützung annehmen, die sich ihnen bieten.

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