Wirtschaft
Auf was Gründer achten sollten

Sie möchten ein eigenes Unternehmen gründen? In diesem Fall sollten Sie viele Eventualitäten vorab bedenken, die Ihnen im Ernstfall viel Zeit und Kosten sparen können, wenn sie sich rechtzeitig darum kümmern. Mit der Gründung einer eigenen Firma gehen Gründer ein gewisses Risiko ein und übernehmen Verantwortung - mindestens für sich, in vielen Fällen auch für Mitarbeiter. Deshalb sollten Sie auf die folgenden Punkte gewissenhaft achten.

Donnerstag, 09.07.2020, 02:10 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 08:15 Uhr
Foto: Colourbox

Haftung und Co.: Die richtige Unternehmensform wählen

Nicht nur der Abschluss einer Versicherung für Gründer ist bereits vor der Gründung enorm wichtig, sondern auch die Wahl der richtigen Unternehmensform. Je nachdem, für welche der zahlreichen möglichen Varianten Sie sich entscheiden, haften Sie später mit Ihrem eigenen Vermögen. Soll es schnell sowie unkompliziert gehen, bietet sich das Einzelunternehmen an. Hier müssen Sie kein Kapital für eine mögliche Haftung aufbringen. Der Nachteil bei dieser Form: Sie werden steuerlich mit einem ganz normalen, persönlichen Steuersatz bedacht. Das kann unter Umständen teurer werden als bei anderen Formen.

Entscheiden Sie sich für eine GmbH, so müssen Sie mindestens einen Betrag von 25.000 Euro aufbringen. Diese Summe gilt als Stammkapital und wird für Haftungszwecke benötigt. Wenn Sie sich für diese Form entscheiden, fällt die Steuererklärung ein wenig komplizierter aus. Ohne einen Steuerberater sind die meisten Menschen überfordert. Generell müssen Sie zum Beispiel die hiesigen Bilanzregeln beachten, können dafür aber viele Kosten steuerlich geltend machen bzw. absetzen.

Ihnen steht auch die Möglichkeit offen, eine GbR oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu gründen. Diese kann aus zwei oder sogar noch mehr Personen bestehen. Wenn Sie in einem Jahr nicht mehr als 50000 Euro Gewinn erwirtschaften, müssen Sie lediglich eine Einnahmenüberschussrechnung  abgeben. Steuerlich ist diese Form sehr unkompliziert.

Das eigene Unternehmen bekannt machen

Wenn Sie eine tolle Idee und jede Menge Elan mitbringen, reicht dies in der Regel noch nicht für den Erfolg. Stattdessen sollten Sie gerade im Bereich Marketing eine gute Strategie haben. Die meisten jungen Gründer setzen in diesem Fall darauf, der Marke oder dem Unternehmen ein eigenes Gesicht zu verleihen. Wer es schafft, dass sich Kunden nicht nur auf sachlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene angesprochen fühlen, der hat mehr Erfolg. Das klappt zum Beispiel durch den Aufbau verschiedener Accounts bei den hiesigen Social-Media-Kanälen. Zudem ist es wichtig, dass Sie als Gründer Ihr Zielgruppe sehr genau kennen. Erst dann ist es möglich, deren Wünschen gerecht zu werden. Hier muss Zeit investiert werden, die sich am Ende in Form von zielführendem Marketing wieder auszahlen kann.

Die Mitarbeiter bei Laune halten

Gerade sehr junge Unternehmen haben am Anfang meist nur eine Hand voll Mitarbeiter. Umso wichtig ist es, dass diese mit vollen Einsatz und aus Überzeugung hinter dem Unternehmen stehen. Das klappt nur, wenn die Mitarbeiter mit den Rahmenbedingungen zufrieden sind und fair behandelt sowie bezahlt werden. Für mehr Motivation können Sie zudem sorgen, indem Sie regelmäßig Weiterbildungen für Ihre Mitarbeiter ermöglichen. Daraus ergibt sich nicht nur eine höhere Zufriedenheit, sondern Ihr junges Unternehmen profitiert zudem von dem neuen und hoffentlich brandaktuellen Wissen. Beziehen Sie Ihr Team zudem in viele Entscheidungen ein. In der Regel wissen es Menschen sehr zu schätzen, wenn deren Meinung anerkannt und gehört wird. Mehr Mitverantwortung bedeutet in dem Fall meistens eine höhere Motivation und die eine oder andere freiwillige Überstunde zu Gunsten Ihres Unternehmens. Führen Sie von Anfang an Gespräche mit den Mitarbeitern, um die Stimmung abschätzen zu können.

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