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Familienausflug in den Wald: Was muss beachtet werden?

Die Corona-Krise stellt viele Familien mit Kindern auf die Probe, denn die Langeweile wird zum täglichen Begleiter. 

Mittwoch, 17.06.2020, 18:19 Uhr
Foto: Colourbox.de

Aktuelle Lockerungen entschärfen die Lage ein wenig. So hat beispielsweise der Bielefelder Tierpark wieder geöffnet und Spielplätze dürfen wieder besucht werden – aber dennoch vermissen noch immer viele Kinder ihren gewohnten Alltag, ihre Spielgefährten und ihre Großeltern. Viele Eltern überlegen, wie sie ihre Kinder beschäftigen sollen und entscheiden sich für einen Familienausflug in den Wald. Damit der Ausflug zu einem Erfolg und nicht etwa gefährlich wird, sollten Eltern aber ein paar Dinge beachten. 

Spielplätze in Waldlage sicher erkunden

Plant man einen Familienausflug in den Wald, ist es eine gute Idee, einen Wald auszusuchen, in dessen Nähe sich ein Waldspielplatz befindet. Solche Spielplätze sind meist natürlich gestaltet und bieten daher andere Erkundungs- und Klettermöglichkeiten als gewöhnliche Stadtspielplätze. Außerdem haben sie gerade in der aktuellen Zeit den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer abgelegenen Lage nicht so stark besucht sind. Man muss also nicht die ganze Zeit darauf achten, dass die Mindestabstände eingehalten werden. Es empfiehlt sich, abgelegene Spielplätze in Waldlage vor dem Betreten genauer zu inspizieren. Mitunter ist die Wartung schon länger her, sodass ein paar Reparaturen fällig werden. Bei morschem Holz oder anderen sichtbaren Defekten sollte der Spielplatz lieber nicht betreten werden.

Unfälle im Wald vermeiden

Auf Bäume klettern, ein Baumhaus bauen, am Bach spielen, Pilze finden und Krabbelkäfer untersuchen – der Wald bietet für Kinder viel zu entdecken, aber auch etliche Gefahren und Unfallquellen. Eltern sollten ihre Kinder im Wald daher nie unbeaufsichtigt lassen. Grundsätzlich gilt: Wer besonders wilde Kinder hat, die viel klettern und toben, sollte darüber nachdenken, eine Unfallversicherung abzuschließen, beispielsweise bei der Gothaer. Sie sichert Eltern gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls ab und bietet bei schweren Verletzungen eine finanzielle Soforthilfe. Gerade in Zeiten ohne Kindergarten oder Schule sind viele Kinder unausgelastet, sodass sie beim Toben und Klettern im Wald oder auf Spielplätzen besonders wild sind.

Wege nicht verlassen

Achtsamkeit ist im Wald das A und O. Eltern sollten ihre Kinder darauf hinweisen, keine Äste oder Zweige abzuknicken. Nur herumliegende, lose Zweige dürfen mitgenommen werden. Die Hauptwege dürfen nicht verlassen werden. Weder läuft man so Gefahr, die Orientierung zu verlieren, noch stört man dadurch die Wildtiere.

Wild gesichtet! Und jetzt? 

Wer im Wald zu Besuch ist, muss mit einer Begegnung mit einem Wildtier rechnen. Doch wie verhält man sich in solchen Momenten richtig? Im Allgemeinen gilt: Ruhe bewahren und langsam den Rückzug antreten. Eltern sollten ihre Kinder an die Hand nehmen, um zu verhindern, dass diese sich etwaigen Jungtieren nähern. Erst dann werden die erwachsenen Tiere nämlich zur Gefahr. In der Zeit von April bis Juli ist es sinnvoll, nicht in dichtem Gelände zu spielen. Das ist die Brut- und Setzzeit, in der Wildschweine mit ihrem Nachwuchs auf Streife gehen. Keinesfalls sollte man wilde Tiere im Wald füttern oder anfassen. Am besten ist es, wenn Eltern ihren Kindern derartige Verhaltensregeln schon vor dem Waldbesuch mitteilen.

Müll nicht im Wald entsorgen

Eltern sollten aufpassen, dass ihre Kinder keine Früchte oder Beeren essen. Auch wenn diese ungiftig sind, besteht das Risiko für die Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm. Damit der Ausflug in den Wald nicht von einem Magenknurren der Kids frühzeitig beendet wird, bietet es sich an, ein Picknick mitzubringen. Der Müll, der dabei entsteht, sollte natürlich nicht einfach in den Wald geworfen, sondern wieder mit nach Hause genommen werden. Das gilt auch für biologisch abbaubare Reste wie Bananenschalen oder das Kerngehäuse des Apfels.

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