Freude der Möbelindustrie getrübt: auch künftig auf Nadelholz angewiesen
Billiges Fichtenholz für Spanplatten

Herford (WB). Landauf, landab sieht man als Folge der Borkenkäfer-Plage abgestorbene Fichtenwälder. Fichtenholz wird außer am Bau nach dem Schreddern vor allem in der Fertigung von Spanholzplatten eingesetzt.

Donnerstag, 11.06.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 11.06.2020, 05:00 Uhr
Vom Waldsterben ist die Fichte am meisten betroffen. Foto: Bernhard Pierel

„Gab es vor Jahren noch einen Mangel an Fichtenholz aus deutschen Beständen, so gibt es jetzt ein Überangebot“, stellt Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der deutschen Möbelindustrie, fest. Entsprechend seien die Preise mindestens stabil. Dennoch macht sich Kurth Sorgen um die Zukunft: „Wenn jetzt nur noch Laub- und kein Nadelholz mehr angebaut wird, haben wir in zehn Jahren einen Mangel.“

Daher sei es wichtig, bei den Neuanpflanzungen Nadelhölzer nicht außen vor zu lassen. Bislang war die Fichte mit einem Anteil von 25,4 Prozent die in Deutschland am häufigsten vorkommende Baumart, gefolgt von der Kiefer mit 22,3, der Buche mit 15,4 und der Eiche mit 10,4 Prozent.

Größere Mengen von dem Nadelholz werden aktuell zu billigen Hackschnitzeln verarbeitet und in Biomassekraftwerken zur Stromerzeugung eingesetzt.

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