Britische Lux Group hat insolventen Herforder Küchenhersteller im Visier
Kaufinteressent für Poggenpohl

Herford (WB). Die britische Luxus-Möbelkette Lux Group Holding hält die insolvente Herforder Poggenpohl-Gruppe für einen attraktiven Zukauf mit hohen Gewinnaussichten. Mit einem Einsatz von 50 Millionen Euro nimmt sie gegenwärtig am Bieterverfahren teil.

Mittwoch, 10.06.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 05:02 Uhr
Poggenpohl sucht einen neuen Inhaber. Foto: Moritz Winde

Gegenüber dem englischen Fachmagazin „kbbreview“ erklärt der für Investments verantwortliche Manager Ron Shemesh, dass Poggenpohl ausgezeichnet ins Marken-Portfolio der Holding passen würde. So wie bei den Möbelmarken „Smallbone of Devizes“, „Mark Wilkinson“, „McCarron&Co“ und „Brookmann“ würde Poggenpohl weiter als separate Marke geführt. Die Produktion vor Ort bleibe erhalten: „The manufacturing of the Poggenpohl brand will remain in Germany.“

Die bisherigen Inhaber hätten den Markt für Luxusgüter nicht wirklich verstanden. Nach einer möglichen Übernahme durch die Lux Holding würde Poggenpohl ein ähnliches „Flaggschiff“-Sanierungsprogramm wie die anderen Marken durchlaufen mit dem Ziel einer effektiven Vermarktung im Luxus-Segment. Die Lux Group Holding stattet unter anderem hochwertige Immobilien-Projekte in Welt- Metropolen mit Möbeln aus.

Bieterverfahren auf der Zielgeraden

Die in London ansässige Lux Group ist das erste Unternehmen, das sich in der von der Wirtschaftsprüfergesellschaft Pricewaterhouse Cooper (PWC) organisierten strukturierten Investorensuche öffentlich äußert. Ebenfalls bekannt ist das Interesse von „Red Star Macalline“ aus Schanghai und der Berliner Unternehmerfamilie Schröter mit dem Unternehmen Zeitfracht KG. Das Bieterverfahren befindet sich auf der Zielgeraden. Bis Ende Juni zahlt die Arbeitsagentur noch das Insolvenzausfallgeld an die 270 verbliebenen Mitarbeiter. Ein neuer Inhaber würde Poggenpohl zum 1. Juli übernehmen – wahrscheinlich in neuer Rechtsform.

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