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Individuelle Fertighäuser bauen: Das spricht dafür

Wer sich ein Eigenheim leisten möchte, der steht vor zahlreichen schwerwiegenden Entscheidungen. Wie groß soll das neue Haus sein? Wie muss das Haus geschnitten sein? Und, die Frage aller Fragen: Welche Bauweise eignet sich für mein persönliches Bauprojekt am besten? Viele Menschen entscheiden sich heute für ein individuelles Fertighaus. Gründe für diese Bauweise gibt es viele; gut überlegt sein sollte dieser Schritt dennoch.

Mittwoch, 03.06.2020, 14:11 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 14:19 Uhr
Foto: Colourbox.de

Das macht ein klassisches Fertighaus aus

Fertighäuser werden, wie der Name bereits vermuten lässt, nicht gebaut, indem Stein auf Stein aufeinander gelegt werden. Stattdessen werden einzelne Elemente - wie Wände und Decken - industriell angefertigt und nacheinander zu einem fertigen Bauwerk zusammengefügt. Das bedeutet natürlich nicht, dass die fertigen Häuser allesamt dem gleichen Schema entsprechen. Ganz im Gegenteil. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um individuelle Fertighäuser zu bauen , in welchem sich Eigentümer oder Mieter viele Jahre lang wohlfühlen.
Die einzelnen vorgefertigten Teil werden zur Baustelle transportiert und dort zu einem Gebäude zusammengesetzt. Die logische Konsequenz: Der Bau ist in kurzer Zeit fertiggestellt und vor Ort kommt es nur sehr selten zu unvorhergesehenen Komplikationen, welche die Fertigstellung verzögern. Hier handelt es sich nur um einen von sehr vielen Vorzügen, welche die neuen Eigentümer erwarten.
Innerhalb der letzten paar Jahre haben die Fertighäuser an Popularität hinzugewonnen. Das liegt vor allem daran, dass die Planung und Umsetzung bei einem Fertighaus unkompliziert ist. Wer gerne so schnell wie möglich in das neue Haus einziehen möchte, für den scheint der Schritt zum Fertighaus eine logische Konsequenz zu sein.

Diese Vorteile bietet das Fertighaus

In der Regel sind die Fertighäuser in der Anschaffung und Umsetzung günstiger als die Massivhäuser. Da die einzelnen Teile industriell gefertigt werden, ist die Herstellung kostengünstiger, als wenn ein ganzes Team aus Handwerkern Stein für Stein baut. Auch die schnelle Montage vor Ort und die relative Planungssicherheit machen den Bau preiswert.

Wie bereits angedeutet, ist die kurze Bauzeit eine der Argumente, welche Liebhaber von Fertighäusern und Hersteller immer wieder betonen. Die Montage der Decken, Wände, Türen und sogar der Bodenplatten dauern in der Regel nur wenige Tage - je nach Größe und Art des Hauses. Wer sich auch einen Keller wünscht, muss dafür maximal einen zusätzlichen Tag hinzurechnen. An dieser Stelle können die neuen Eigentümer nicht nur Zeit, sondern auch Kosten sparen. Die Miete für die alte Wohnung entfällt, weil das eigene Heim schneller bezogen werden kann.

Auch die große Auswahl an modernen Fertighäusern kann viele angehende Bauherren überzeugen. Wer noch nicht genau weiß, wie das Eigenheim aussehen soll, der darf sich von Musterhäusern inspirieren lassen. Diese können potenzielle Käufer entweder im Internet oder direkt vor Ort besichtigen und live erleben.

Auch das Thema Energiesparen kommt bei einem Fertighaus nicht zu kurz. Die Häuser sind bereist bereits vom Hersteller so konzipiert, dass sie effizient beheizt werden können. Bei der Wahl des Anbieters sollten die neuen Eigentümer explizit darauf achten, dass das Fertighaus alle geltenden gesetzlichen Regeln für die aktuellen Standards in puncto Energie erfüllt. Handelt es sich um einen seriösen Anbieter, ist dieser Faktor in den meisten Fällen kein Thema. Der große Vorteil: Eigentümer sparen Heizkosten und können den Bau in bestimmten Fällen staatlich fördern lassen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch die Umwelt profitiert langfristig.

Diese Gründe überzeugen Eigentümer von der Fertigbauweise

Während die oben genannten Vorteile den meisten Menschen bekannt sind, die sich bereits vor dem Bau intensiv mit der Materie beschäftigen, gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Gründe, die für das Fertighaus und gegen ein klassisches Massivhaus sprechen.

Inzwischen gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Anbietern. Das sorgt dafür, dass Fertighäuser heute nicht mehr von der Stange kommen müssen, sondern individuell zusammenstellt werden. Bietet der eine Hersteller nicht das volle Maß an Individualität und Auswahl, können Interessenten schlicht einen anderen Anbieter wählen.

Wer darauf achtet, dass bei einem Fertighaus alle Produkte, Dienstleistungen und Serviceleistungen vom selben Anbieter kommen, der spart sich viel Zeit und Aufregung. Das klappt, wenn der Vertragspartner sowohl den Architekten organisiert, als auch die Kommunikation mit dem Bauleiter und allen anderen Beteiligten übernimmt. Je besser sich die einzelnen Beteiligten kennen, desto harmonischer läuft der Bau eines Fertighauses ab. Moderne Anbieter achten darauf, dass beim Fertighaus alles aus einer Hand kommt - und die neuen Eigentümer sollten das auch tun. Kurze Kommunikationswege und eine unkomplizierte Umsetzung lassen sich unter optimalen Bedingungen bei einem Fertighaus viel einfacher umsetzen als bei einem Massivhaus.

Nicht nur der Preis und der zeitliche Vorteil sprechen für ein Fertighaus, sondern auch die langlebige sowie sichere Qualität des Hauses. Der Aspekt Sicherheit sowie Rechtskonformität lässt sich bei einem Fertighaus in vielen Fällen leichter überwachen und einhalten als bei einem massiven Haus. Das liegt daran, dass die Hersteller bereits bei der Planung und Herstellung auf alle wichtigen Details Wert legen und die einzelnen Komponenten entsprechend genormt sind.

Ein weiterer Grund für das fertige Haus: Wer Geld sparen möchte, der kann sich gegen ein schlüsselfertiges Haus und für ein nur teilweise fertiges Haus entscheiden. Je nach Ausbaustufe haben Eigentümer die Möglichkeit, selbst mit Hand anzulegen und auf diese Weise Kosten zu sparen. Je nachdem, wie genau der Schritt umgesetzt wird, kann das Fertighaus durch dieses Vorgehen der Preis noch einmal deutlich verringert werden. Für Menschen mit einem eher knapp bemessenen Budget bietet sich dieses Vorgehen an.

Mit diesen Kosten müssen Bauherren rechnen

Natürlich lässt sich keine pauschale Aussage darüber treffen, was ein Fertighaus kostet. Genau wie bei massiven Häusern auch, kommt es in erster Linie auf die Ausführung, die Größe und natürlich auf den Hersteller an. Auch die Wahl der Energiestandards kann dafür sorgen, dass ein Haus günstiger oder teurer wird. Wie oben bereits beschrieben, führen Eigenleistungen durch den Bauherren selbst oder durch Freunde und Familie dazu, dass das Haus noch einmal deutlich günstiger wird.

In jedem Fall lohnt es sich, wenn die Preise von verschiedenen Anbietern verglichen werden. Meistens sind jene Anbieter etwas teurer, die individuelle Lösungen ganz nach den Vorstellungen des neuen Besitzers realisieren. Handelt es sich hingegen um ein standardisiertes Modell, bei dem nicht mehr viel angepasst werden muss, bleibt der Preis geringer.

Je nachdem, um was für einen Hersteller und welche Qualität es sich handelt, können die neuen Bauherren mit rund 1400 bis 2200 Euro pro Quadratmeter rechnen. Natürlich macht es einen großen Unterschied, ob das Haus am Ende wie eine kleine Villa aussehen soll oder eher ein bescheidenes Heim für eine kleine Familie darstellt. Sicher ist beim Fertighaus nur eines: Die Kosten sind sehr gut kalkulierbar und bieten daher dem neuen Eigentümer eine hohe Planungssicherheit. Dass Mehrkosten aufgrund unvorhergesehener Schwierigkeiten beim Bau hinzukommen, ist äußerst selten. Das macht es auch leichter, einen Kredit in der entsprechenden Höhe zu bekommen, da einige Kreditinstitute die Planungssicherheit sehr zu schätzen wissen.

Wer sich mit dem Thema näher beschäftigt und sich die Preise auf den Websites der Hersteller ansieht, der wird schnell feststellen, dass hier Grundpreise genannt werden. Grundpreis werden diese Angaben deshalb genannt, weil Sie ausschließlich für das dargestellte Modell gelten. Wer keinerlei individuelle Veränderungen mehr vornehmen lassen würde, für den kämen auch keine Mehrkosten mehr hinzu. Das ist allerdings nur selten der Fall, da sich Eigentümer ein wenig mehr Individualität vom eigenen Heim wünschen. Manchmal lässt sich die Standardvariante auch schlichtweg nicht genau so umsetzen, wie Sie online dargestellt wird. Schuld daran ist der Baugrund, die Größe des Grundstücks oder andere Eventualitäten vor Ort.

Teurer können jene Anpassungen werden, die sich auf Fenster, Türen oder auf das Thema Strom beziehen. Natürlich können Käufer auch entscheiden, wie die Bodenbeläge, Wände, Decken und Bäder aussehen sollen. Wer sich hier für eine luxuriöse Variante oder teure Materialien entscheidet, der zahlt deutlich mehr als den veranschlagten Standardpreis. Lieben es Eigentümer komfortabel, lässt sich zum Beispiel ein spezieller Schallschutz anbringen oder die Wände werden extra gründlich isoliert - all diese Dinge kosten.

Generell ist es keine gute Idee, wenn sich Käufer für Angebote mit festen Preisen entscheiden. Der Grund hierfür ist simpel: Meistens kommen die Modelle teurer, als wenn Bauherren ein abgeändertes Standardmodell auswählen, welches exakt den eigenen Vorstellungen entspricht. Ein weiterer Knackpunkt beim Thema Festpreis: Diese Preise gelten manchmal nur für einen begrenzten Zeitraum. Geht die Bauphase erst später los, zahlen Bauherren plötzlich mehr für die gleiche Leistung, ohne dass sie etwas dagegen tun können.

Nicht zu vergessen: die Baunebenkosten

Wer sich für die gesamten Kosten eines Fertighauses interessiert, der sollte die Nebenkosten nicht außen vor lassen. Ist das Haus an sich und das Grundstück erst einmal ausgewählt und bezahlt, kommt noch eine ganze Reihe weiterer Kosten auf Bauherren zu. Wird das Grundstück nicht von privat gekauft, müssen die Käufer die Kosten für den Makler tragen. Auch der Notar ist unverzichtbar und muss aus eigener Tasche finanziert werden. Dessen Service wird benötigt, um das neue Gebäude ins Grundbuch eintragen zu lassen. Zudem wird eine rechtlich neutrale Person benötigt, die den Kaufvertrag offiziell beurkundet - auch das macht der Notar.

Nicht vergessen sollten Eigentümer die Grunderwerbssteuer und die Kosten für die Baugenehmigung. Die Beauftragung derselben kostet nicht nur Geld, sondern - je nach Auslastung der Behörde - viel Zeit. Gültig ist die ausgestellte Genehmigung dann für ein Jahr. Gerade im Fall eines Fertighauses wird dieser Zeitraum nur in absoluten Ausnahmefällen überschritten. Auch das Gutachten für den Boden, auf welchem das neue Haus stehen soll, kostet Geld. Die Gebühren übernimmt der Bauherr in voller Höher. Wie viel das Bodengutachten und die Gebühren für die Vermessung kosten, hängt vom Bundesland und der Größe des Grundstücks ab.

Auch die Versicherung für das eigen Haus kostet Geld. Eine Haftpflichtversicherung speziell für Bauherren ist unverzichtbar und hält sich kostenmäßig in einem kleinen Rahmen - hier lohnt es sich, Anbieter zu vergleichen. Die Versicherung speziell für die Baufertigstellung ist eine gute Investition jedoch kein Pflichtprogramm.

Fertighäuser staatlich fördern - möglich und sinnvoll

Obwohl der Bau eines Fertighauses ohnehin deutlich günstiger ist als die Entscheidung für ein massives Haus, sollten Bauherren alle Möglichkeiten für die staatliche Förderung ausreizen. Bei den allermeisten Anbietern haben Bauherren die Chance, ein Energiesparhaus zu kaufen. Manchmal ist auch die Rede von Niedrigenergiesparhäusern. Welche Variante eher infrage kommt, sollten sich Eigentümer genau überlegen und die Kosten sowie den Nutzen von Anfang an durchrechnen. In beiden Fällen sind spezielle Maßnahmen erforderlich, welche bei der Fertigbauweise einfacher und effizienter ausführbar sind.

Wer sich für ein energieeffizientes Haus entscheidet, der wird vom Staat gefördert. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Massivhaus oder um ein Fertighaus handelt. Der Ansprechpartner für alle Begünstigten: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW. Diese Bank vergibt Zuschüsse für die Tilgung von Krediten, welche für den Bau eines Hauses mit entsprechenden Vorkehrungen vorgesehen sind. Gerade für den Bau der sparsamen sowie energiefreundlichen Heizungsanlage können hier mehrere hundert oder gar tausende Euro gespart werden, wenn Eigentümer die Förderung beantragen.

Nicht nur der Bau des Heizungsanlage wird gefördert, sondern auch Wohnungsbauprämien können bei der Entscheidung für Fertighaus optimal ausgenutzt werden. Als weitere Alternative kommt die Riesterförderung in Betracht, welche den Hausbau ebenfalls durch staatliche Zuschüsse noch günstiger macht. Wer beim eigenen Anbieter für das neue Fertighaus nachfragt, der wird in der Regel ausführlich über mögliche Förderungen informiert. Ist der Anbieter hierzu nicht in der Lage, so handelt es sich eventuell nicht um den richtigen Partner für das neue Haus.

Sofern Bauherren nicht nur durch staatliche Förderungen sparen möchten, sondern auch durch eigene Leistungen während des Baus, muss dieser Schritt gut überlegt sein. Für Eigenleistungen durch die neuen Eigentümer selbst oder deren Freunde sowie Familie gibt es keine staatlichen Zuschüsse. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass bei der Hilfe durch Dritte im privaten Rahmen kein ausreichender Versicherungsschutz besteht. Außerdem ist der Anbieter für das Fertighaus nicht verantwortlich, falls in Folge von Eigenleistungen die Sicherheit oder die Energieeffizienz leidet. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass sich Bauherren genau überlegen, ob sie die Variante schlüsselfertiges Haus oder die Variante unfertige Ausbaustufe wählen. Ansonsten kann es leicht passieren, dass die zahlreichen Vorteile des Fertighauses zumindest teilweise verloren gehen. In dem Fall hätten Bauherren am falschen Ende gespart. Gegen eine gewisse Eigenleistung, um das schlüsselfertig übergebene Haus noch weiter zu individualisieren, spricht hingegen nichts. Das bietet sich vor allem für Menschen an, die handwerklich geschickt sind und über ausreichend Zeit verfügen.

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