Espelkamper Gauselmann-Gruppe begrüßt Entscheidung der NRW-Landesregierung
Spielhallen dürfen ab Montag öffnen

Düsseldorf/Espelkamp (WB). Nicht nur Gaststätten, auch Spielhallen und Spielotheken dürfen vom Montag, 11. Mai, an in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen. Voraussetzung ist allerdings neben den üblichen Hygiene- und Abstandsvorschriften, dass nur Automatenspiele angeboten werden. Spielbanken mit Roulettetischen und ähnlichen Angeboten müssen weiter geschlossen bleiben.

Samstag, 09.05.2020, 13:31 Uhr aktualisiert: 09.05.2020, 13:46 Uhr
Blick in eine Merkur-Spielothek. Foto: Gauselmann

Bei der Espelkamper Gauselmann-Gruppe , deren Merkur-Kette im In- und Ausland fast 800 Spielhallen betreibt, wurde die am Samstag bekannt gewordene Neufassung der Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus in NRW mit großer Erleichterung aufgenommen. Man werde versuchen, die Spielotheken überall dort, wo es möglich ist, ab Montag wieder zu öffnen.

Öffnungen auch im Saarland, Bayern und Baden-Württemberg

NRW ist nicht das erste oder einzige Bundesland, in dem Spielhallen wieder öffnen dürfen. Bayern und Baden-Württemberg haben ebenfalls so entschieden. Im Saarland ist die Öffnung schon seit vergangenem Montag möglich. Zuletzt waren 13.500 der 14.000 Beschäftigten der Unternehmensgruppe in Kurzarbeit. Jede zweite Merkur-Spielhalle befindet sich in Deutschland; insgesamt also 400.

Für Wettbüros gilt die gleiche Regelung wie für Spielhallen. „Mit den staatlich konzessionierten Spielhallen stehen nun wieder legale Angebote mit einem wirksamen Jugend- und Spielerschutz zur Verfügung“, erklärte Unternehmensgründer Paul Gauselmann am Samstag in Espelkamp. Seit der Schließung der Spielhallen in Deutschland Mitte März seien Spieler massiv zu illegalen Anbietern oder ins Internet gewechselt, wo insbesondere ausländische Angebote schwer kontrollierbar seien.

Für die Wiedereröffnung hat Gauselmann nach eigenen Angaben ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet. Was die gesetzliche Abstandsregelung betreffe, so hätten

Paul Gauselmann

Paul Gauselmann Foto: Kai Wessel

die zugelassenen Spielstätten den Vorteil, dass die gesetzlichen Bestimmungen schon beim bisherigen Normalbetrieb einen Mindestabstand zwischen den Automaten und eine maximale Anzahl von zwölf Geräten auf mehr als 150 Quadratmeter vorschreiben. Damit erfüllten die Spielotheken automatisch die Anforderungen des „Social Distancing“, heißt es bei Gauselmann . Der Unternehmenschef hofft, dass die anderen Bundesländer bald folgen werden und ebenfalls eine Öffnung der Spielhallen erlauben.

Diskotheken, Bars und Bordelle bleiben weiter geschlossen

Neben den traditionellen Spielbanken dürfen in Nordrhein-Westfalen auch Bars, Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen, Hallenschwimmbäder, Spaßbäder, Saunen sowie Bordelle und ähnliche Einrichtungen weiterhin nicht öffnen. Freibäder müssen bis einschließlich 19. Mai geschlossen bleiben.

 

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