Ursache sind die Folgen der Corona-Krise und schlecht laufendes US-Geschäft Voltabox muss Bilanz berichtigen

Delbrück (WB). Der Batteriehersteller Voltabox, der ebenso wie der derzeitige Mehrheitsgesellschafter Paragon seinen Sitz in Delbrück hat, machte am Freitag eine Wertberichtigung öffentlich.

Von Bernhard Hertlein
Blick auf die Firmenzentralen von Paragon und Voltabox in Delbrück.
Blick auf die Firmenzentralen von Paragon und Voltabox in Delbrück. Foto: Joern Hannemann

Dies geschehe im Hinblick auf den von Paragon geplanten Verkauf seines 60-Prozent-Anteils an Voltabox. Die Wertberichtigung beläuft sich laut Pressemitteilung auf 106,3 Millionen Euro; davon entfielen 19,0 Millionen auf die in Austin (Texas) ansässige unrentable US-Tochtergesellschaft.

Die Wertberichtigung berücksichtige darüber hinaus die Folgen der aktuellen Rückgänge durch das Coronavirus, so einen Verlust im operativen Geschäft (Ebit) von 5,7 Millionen Euro.

Auch nach der mit der Wertberichtigung verbundenen Absenkung betrage die Eigenkapitalquote solide 45 Prozent. Das Unternehmen sei nach wie vor sehr liquide. So mache Voltabox von der Möglichkeit, wegen Corona einen billigen Kredit der KfW-Bank zu erhalten, keinen Gebrauch.

Paragon muss seine Zahlen ebenfalls anpassen

Weitere Wertberichtigungen seien nicht geplant, heißt es in der Pressemitteilung. Paragon kündigte noch am Freitag an, seine Zahlen wegen der Entwicklung bei der Tochterfirma Voltabox zeitnah anzupassen.

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