Wirtschaft
Schwaches Herz – starke Hilfe

10 Millionen Menschen in Europa erhalten pro Jahr die Diagnose Herzinsuffizienz. Die Symptome der auch als Herzschwäche bekannten Erkrankung werden von Betroffenen oftmals als Alterserscheinungen abgetan. Die Heart Failure Awareness Days möchten das ändern und über die Herzinsuffizienz und ihre ersten Anzeichen aufklären.

Dienstag, 05.05.2020, 05:58 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 13:00 Uhr
Nur wer die wesentlichen Anzeichen einer Herzinsuffizienz kennt, kann sich rechtzeitig behandeln lassen Foto: pixabay.com

In rund 30 europäischen Ländern gibt es vom 4. bis 10. Mai die Heart Failure Awareness Days, die „Tage der Herzschwäche“. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hat die Aktionstage vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Ziel ist es, über die ersten Anzeichen einer Herzinsuffizienz aufzuklären, denn eine frühe Diagnose und Behandlung haben einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung.

Wenig Symptome – große Gefahr

Bei der Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper und seine Organe ausreichend mit Blut zu versorgen. Dies bedeutet für den Körper großen Stress. Eine Zeit lang versucht er, seine normale Funktion über sogenannte Kompensationsmechanismen aufrecht zu erhalten. Zu diesem Zeitpunkt verspüren die meisten Betroffenen noch kaum Symptome. Gleichzeitig wird das bereits geschwächte Herz weiter geschädigt, wodurch es im Verlauf zu den typischen Symptomen der Herzinsuffizienz kommt. 

Gerade ältere Menschen führen Symptome, die auf eine Herzschwäche hindeuten können, auf ihr fortgeschrittenes Alter zurück: Beim Treppensteigen oder Spazierengehen fällt das Atmen immer schwerer, Erschöpfung und Müdigkeit nehmen zu, und es kommt zu Wassereinlagerungen vor allem in den Beinen. Nicht nur ältere Menschen sollten diese Symptome ernst nehmen. Zwar sind mehr als 60 Prozent der Betroffenen zwischen 66 und 85 Jahre alt. Doch auch jüngere Menschen können an einer Herzinsuffizienz erkranken.

Herzinsuffizienz wird ohne Behandlung immer schlimmer

Wird eine Herzinsuffizienz nicht behandelt, schreitet die Erkrankung kontinuierlich voran und kann lebensbedrohlich sein. Wer die typischen Anzeichen einer Herzinsuffizienz bei sich beobachtet, sollte sich als erstes an seinen Hausarzt wenden. Besteht der Verdacht auf eine Herzerkrankung, überweist der Arzt Betroffene an einen Herzspezialisten, einen Kardiologen. Dieser übernimmt im Anschluss die weitere Diagnostik und Therapie.

Zwar ist die Herzinsuffizienz bislang nicht heilbar, doch gut therapierbar. Durch eine frühe Diagnose und konsequente Behandlung können Betroffene den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Wichtig ist auch ein gesunder Lebensstil, zu dem moderate Bewegung und eine ausgewogene, mediterrane Ernährung gehören.

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