Statistisches Bundesamt
Zahl der Fahrten im Bahnfernverkehr 2019 auf Rekordwert

Momentan ist die Bahn krisenbedingt nicht besonders gefragt. 2019 aber gab es im Fernverkehr einen neuen Rekord.

Mittwoch, 08.04.2020, 12:55 Uhr
Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr erneut häufiger Busse und Bahnen genutzt. Foto: Christoph Schmidt

Wiesbaden (dpa) - Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr häufiger Busse und Bahnen genutzt. Mehr als 11,6 Milliarden Mal waren Fahrgäste 2019 im Linienverkehr unterwegs, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte.

Das war ein Zuwachs von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit habe sich der kontinuierliche Anstieg seit dem Jahr 2004 fortgesetzt, als erstmals vergleichbare Daten vorlagen.

Einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichnete vergangenes Jahr der Bahnfernverkehr. Die Zahl der Fahrten stieg um 1,9 Prozent auf den Rekordwert von mehr als 151 Millionen. Im Linienverkehr mit Fernbussen gab es hingegen einen Rückgang um 7,9 Prozent auf 21 Millionen. Allerdings sind Linienverbindungen, die auf Unternehmen mit Sitz im Ausland verlagert wurden, nicht in der Statistik enthalten.

Die mit Abstand meisten Fahrten gab es im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Zahl stieg um 0,4 Prozent auf mehr als 11,4 Milliarden. Davon entfielen 5,3 Milliarden auf Busse (minus 0,4 Prozent), 4,1 Milliarden auf Straßen-, Stadt- und U-Bahnen (plus 0,4 Prozent) und 2,8 Milliarden auf Eisenbahnen und S-Bahnen (plus 2,0 Prozent).

In diesem Jahr sind wegen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie spürbare Rückgänge zu erwarten. Das Reiseaufkommen im Fernverkehr der Bahn liegt derzeit lediglich bei 10 bis 15 Prozent des sonst üblichen Niveaus. Fernbusunternehmen wie Flixbus und Blablabus haben den Betrieb eingestellt. Auch der ÖPNV wird angesichts der Arbeit im Homeoffice weniger genutzt.

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