Umsatzflaute statt Hochkonjunktur – Gleichbehandlung gefordert
Eigentlich wäre jetzt Zweiradzeit

Lage/Bielefeld (WB). Wenn die Frühjahrssonne erstmals richtig wärmt und die Menschen – jedenfalls in coronafreien Zeiten – nach draußen streben, haben einige Branchen Hochkonjunktur. Dazu zählt neben den Anbietern von Sonnenschirmen, Grillstationen und Gartenmöbeln auch der Motorrad- und Fahrradhandel.

Dienstag, 07.04.2020, 02:58 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 06:04 Uhr
Ende März und im April haben Fahrräder und Motorräder normalerweise Hochkonjunktur.  Foto: dpa

„Zwischen dem 18. März und dem 19. April erzielen Fahrradhändler normalerweise 25 bis 30 Prozent des Jahresumsatzes“, sagt Tobias Hempelmann, geschäftsführender Gesellschafter von Hempelmann Lippe Bike in Lage und Vize-Bundesvorsitzender des Verbandes des Deutschen Zweiradhandels mit Sitz in Bielefeld. Aktuell sei die Nachfrage wegen der Beschränkungen , die das Coronavirus für Bus und Bahnen bringe, sogar besonders groß.

Doch Zweiradhändler dürfen nur reparieren. Verkaufsräume sind geschlossen. Bei Zuwiderhandlung droht Verkäufer und Kunde eine hohe Strafe. „Das Fahrrad im Schaufenster zeigen – mehr geht nicht.“ Ansonsten laufe der Verkauf nur über Internet, Telefon und E-Mails und damit schlechter.

Ärger über Supermärkte und Discounter

Ärgerlich findet die Branche, dass Super- und Baumärkte sowie Discounter, die Räder im Nebensortiment führen, die Zeit nutzen, um damit Umsatz zu machen. „Der Zweiradhandel hofft, dass er möglichst bald auch in NRW – so wie schon in Sachsen-Anhalt – unter Auflagen öffnen darf“, sagt Hempelmann. Mundschutz, begrenzte Kundenzahl, Schutz der Kassenzone und Einbahn-Regelungen, damit Kunden sich nicht begegneten, seien akzeptiert.

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