Sonderregelung für Vorruhestandsrentner gilt aber nur für 2020
Mehr Hinzuverdienst möglich

Berlin (WB). Rentnerinnen und Rentner im Vorruhestand können in diesem Jahr deutlich länger arbeiten und gleichzeitig sehr viel mehr Geld hinzuverdienen, ohne dass die Rente deshalb gekürzt wird.

Freitag, 03.04.2020, 03:01 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 05:01 Uhr
In der Corona-Krise wird Hinzuverdienen erleichtert. Foto: dpa

Wie der Bund Deutscher Rentenversicherung (DRV) in Berlin bestätigt, ist dies Teil des vom Bundestag im Rahmen der Corona-Gesetzgebung beschlossenen Sozialschutz-Pakets. Demnach wurde die Grenze für den Hinzuverdienst für das Jahr 2020 von derzeit ganzjährig 6300 auf 44.590 Euro angehoben. Die bisherige Grenze, die mit dem Jahr 2021 wieder in Kraft treten soll, ergab sich für Vorruheständler aus zehn Monaten à 450 und zwei Monaten à 900 Euro Hinzuverdienst.

Für eine kurzfristige Beschäftigung zahlen Rentner im Vorruhestand keine Rentenbeiträge und erwerben somit auch keine Rentenanwartschaft. Dafür galt bisher eine Zeitgrenze von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen. Sie wird nach Angaben des DRV für die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Maßgeblich ist dass die Beschäftigung von vornherein vertraglich oder der Natur der Sache nach – etwa bei Erntehelfern – zeitlich befristet ist.

Mit dem Ausnahmegesetz sollen personelle Lücken aufgrund von Erkrankungen, Quarantäne-Anordnungen oder wie im Fall der Landwirtschaft durch Einreisesperren ausgeglichen werden. Das gilt auch für den aktuell hohen Bedarf an medizinischem Personal. Auf die Weise soll die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt kurzfristig erleichtert werden.

Ausgenommen sind Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und Hinterbliebenenrenten.

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