Grund für den Erfolg von Deutschlands größtem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück sind steigende Preise für Schweinefleisch
Tönnies mit Rekordumsatz

Rheda-Wiedenbrück (dpa). Dank der großen Nachfrage nach Schweinefleisch in China und einem damit verbundenen Preisanstieg hat Tönnies erstmals mehr als 7 Milliarden Euro Umsatz erzielt.

Freitag, 06.03.2020, 12:48 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 14:50 Uhr
Frisch geschlachtete Schweine hängen in einem Kühlhaus des Fleischunternehmens Tönnies. Foto: Bernd Thissen/dpa

Der Erlös stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, wie Deutschlands größter Schlachtbetrieb am Freitag in Rheda-Wiedenbrück mitteilte. Im Vorjahr war der Umsatz noch gesunken.

Weltweit schlachtete das Familienunternehmen 20,8 Millionen Schweine. Das ist im Vergleich zu 2018 ein nahezu unveränderter Wert. In Deutschland stieg die Schlachtzahl sogar leicht um 0,5 Prozent auf 16,7 Millionen Schweine an. Mit 52 Prozent wird etwas mehr als die Hälfte davon exportiert. Der Konzern aus Ostwestfalen verwertete zudem 2019 wie im Vorjahr 440 000 Rinder.

Das Umsatzwachstum trotz international stagnierender Schlachtzahlen führt das Unternehmen mit 16 500 Mitarbeitern auf das Exportgeschäft zurück. „Wir haben durch die hohe Nachfrage aus Asien nach Schweinefleisch seit dem Herbst 2019 einen recht starken Anstieg der Schweinepreise erlebt“, sagt Geschäftsführer Andres Ruff. Zum Gewinn macht Tönnies keine Angaben.

Obwohl das neuartige Coronavirus auch Tönnies im Asiengeschäft wegen unterbrochener Lieferketten auf dem Seeweg Probleme bereitet, erwartet das Schlachtunternehmen für das laufende Jahr ein Umsatzplus.

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