Bankgeschäfte werden immer öfter per Smartphone erledigt
Commerzbank Bielefeld gewinnt neue Kunden hinzu

Bielefeld (WB). Die Commerzbank Bielefeld (190 Mitarbeiter) hält weiter an ihrem kostenlosen Girokonto fest – auch mit dem Ziel, weitere Neukunden in OWL zu gewinnen. Derweil erledigen immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte mit dem Smartphone.

Montag, 02.03.2020, 15:40 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 16:56 Uhr
Frank Brüggemann ist Niederlassungsleiter der Commerzbank Bielefeld. Foto: Edgar Fels

2019 gewann die Niederlassung Bielefeld 3700 neue Kunden auf heute rund 115.000 Kunden. Die Bank betreibt in OWL 14 Filialen – ausgenommen sind die Commerzbank Gütersloh und Paderborn, die einer anderen Niederlassung angehören. „Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung ist so hoch wie nie zuvor“, sagte Niederlassungsleiter Frank Brüggemann am Montag. Allerdings wurde 2019 in Bielefeld eine Filiale geschlossen.

Bei Neukunden: Nach 18 Monaten in der Gewinnphase

Der wichtigste Erfolgsfaktor sei auch 2019 das kostenlose Girokonto gewesen, sagte Brüggemann weiter und versprach: „Dieses werden wir weiterhin anbieten – sehr zum Ärger mancher Wettbewerber.“ Das Ziel sei, mit den neuen Kunden Geld zu verdienen. Dazu gehörten etwa Geldanlagen, das Thema Altersvorsorge sowie Baufinanzierungen.

Brüggemann zufolge geht die Strategie auf. „Im Durchschnitt sind wir bei den neuen Kunden nach 18 Monaten in der Gewinnphase.“ Deutschlandweit will die Commerzbank bis 2023 rund eine Million Netto-Neukunden hinzugewinnen.

Für die Commerzbank Bielefeld sei 2019 ein sehr gutes Jahr gewesen, betonte Brüggemann. Die Bilanzsumme oder das Geschäftsvolumen stieg gegenüber 2018 um 12,3 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis – der Gewinn – werde für einzelne Niederlassungen nicht ausgewiesen. Deutschlandweit hat die Commerzbank (künftig rund 800 Filialen) ein Konzernergebnis von 644 Millionen Euro erzielt und feilt nun an einem Sparprogramm .

Gute jeder zweite macht Online-Banking

Auffallend ist, dass immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte mit dem Smartphone erledigen. Brüggemann: „Ende 2019 haben sich bereits 70 Prozent aller digitalen Nutzer über ihr Smartphone eingeloggt, ein Jahr zuvor waren es erst 43 Prozent.“ Der Anteil der Kunden, die aktiv Online-Banking nutzen, liege inzwischen bei 53 Prozent. „Das ist ein hoher Wert“, sagt Brüggemann. „Unser Ziel ist: Bis Ende 2023 sollen alle Produkte auf dem Smartphone abschließbar sein.“

 

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