Kommentar zu Werksunterkünften für ausländische Arbeiter in der Fleischbranche Tönnies übernimmt Verantwortung

Seit Jahren rufen die Arbeits-, aber auch die Lebensbedingungen ausländischer Arbeiter in der Fleischbranche immer wieder Kritiker auf den Plan. Die Vorwürfe reichen von unwürdiger Unterbringung in maroden Häusern, Zusammenleben auf engstem Raum bis hin zu Mehrfachbelegung von Betten. Und allzu oft müssten die Arbeiter dafür unverhältnismäßig hohe Mieten zahlen.

Von Oliver Horst
Schweinehälften (Symbolbild).
Schweinehälften (Symbolbild). Foto: Jens Büttner/dpa

Missstände wie diese mögen zwar nicht repräsentativ sein – aber sie sind in der Vergangenheit immer wieder zu Tage getreten. Der Fleischkonzern Tönnies sieht sich seit längerem in einer Vorreiterrolle, um Vorwürfen zu begegnen und die Bedingungen zu verbessern. Dabei hat der Branchenriese bislang aber vor allem seine Dienstleister in die Pflicht genommen.

Ein Schritt auf dem Weg

Jetzt aber übernimmt der Konzern selbst Verantwortung. Das mag in Zeiten des immer härter werdenden Wettbewerbs um Arbeitskräfte neben moralischen auch unternehmerische Gründen haben. Unterm Strich steht aber, dass sich die Situation der Arbeiter hoffentlich verbessert. Die Werksunterkünfte sollten ein Schritt auf diesem Weg sein.

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