Bielefelder Pharma- und Kosmetik-Hersteller steigert Umsatz auf 313 Millionen Euro
Dr. Wolff auch für 2020 optimistisch

Bielefeld (WB). Jahrelange hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung in den Kernbereichen Haar-, Haut- und Zahnpflege haben sich für die Dr. Wolff-Gruppe 2019 ausgezahlt. Nach vorläufigen Angaben stieg der Umsatz des Bielefelder Familienunternehmens 2019 von 309 auf 313 Millionen Euro.

Donnerstag, 02.01.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 15:02 Uhr
Eduard Dörrenberg ist Chef der Bielefelder Dr. Wolff-Gruppe. Foto: Dr. Wolff

Auch bei seinem Ausblick auf 2020 ist Eduard R. Dörrenberg , geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Wolff Gruppe, optimistisch: „Die Produktpipeline ist gut gefüllt und die Zeichen für 2020 stehen auf nationalen und internationalen Erfolg.“ Zum Portfolio gehören die Marken Alpecin Plantur, Alcina, Linola, Vagisan, Biorepair und Karex.

Neues Mittel gegen übermäßiges Schwitzen

An der Spitze dieser Pipeline steht ein neues Arzneimittel gegen permanentes übermäßiges Schwitzen. Die sogenannte „primäre Hyperhidrose“ wird durch eine Fehlregulierung der Schweißdrüsen verursacht. Der erste Teil einer internationalen klinischen Multicenter Studie (Phase 3a) der Dr. Wolff Forschung konnte nach Angaben des Pharma- und Kosmetikherstellers im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Derzeit werde die wirkstoffhaltige Creme in einem zweiten Teil geprüft, um weitere Informationen zur Anwendungssicherheit zu gewinnen. Ende 2020 sei die Einreichung der Unterlagen für eine Zulassung als Arzneimittel in EU Ländern geplant, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Fluorfreie Zahnpasta: Dr. Wolff sieht sich bestätigt

Unterstützung für seine eigene fluorfreie Zahnpasta erfährt Dr. Wolff nach eigenen Angaben durch eine neue US-Studie. Bisher sei angenommen worden, dass Fluoride die Mineralisation des Zahnschmelzes unterstützten. Vielfach werde auch von Zahnschmelz Härtung gesprochen. „Jetzt fanden Forscher heraus, dass eine Kinderzahnpasta mit zehn Prozent enthaltenem Hydroxylapatit (kurz HAP) gegen Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid in puncto Remineralisation überlegen ist“, erklärt Dörrenberg. Die Forschungsgruppe um den texanischen Wissenschaftler Prof. Bennett Amaechi habe festgestellt, dass Fluoride und HAP in gleicher Menge mineralisieren. Fluoride blieben aber anders als HAP an der Zahnoberfläche. Damit gebe es eine Alternative zu der vor 50 Jahren entwickelten Fluorid-Technologie.

Koffein gegen Haarausfall

Auch auf einem dritten Geschäftsfeld, dem koffeinhaltigen Shampoo, sieht sich Dr. Wolff durch eine Studie bestätigt. Eine Forschergruppe um die britische Wissenschaftlerin Gill Westgate von der Universität Bradford komme in einer Studie zu dem Urteil, dass „Koffein nicht nur der besterforschte pflanzliche Wirkstoff gegen Haarausfall ist, sondern dass hinreichend Beweise zur Haarausfall Vorbeugung mit Koffein vorliegen“. Der Artikel sei im „ International Journal of Cosmetic Science“ publiziert worden.

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