Organisation wendet sich an Erkrankte und Angehörige Nach Todesfällen durch Keime in Wurst: Foodwatch-Aufruf an Betroffene

Korbach/Berlin (dpa). Nach zwei Todesfällen und mehrere Erkrankungen durch Listerien-Keime in Fleischwaren einer nordhessischen Firma hat die Verbraucherorganisation foodwatch Betroffene aufgerufen, sich zu melden.

Das Werksgelände von Wilke Wurstwaren in Twistetal.
Das Werksgelände von Wilke Wurstwaren in Twistetal. Foto: dpa

Dies gelte für Erkrankte ebenso wie für Angehörige , hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Die Organisation wolle prüfen, ob in dem konkreten Fall Unternehmen und Behörden auch wirklich alles getan hätten, »um Erkrankungen zu vermeiden und die Menschen zu warnen«, hieß es.

Die Behörden hatten die Produktion des Unternehmens Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren in Twistetal-Berndorf am Dienstag vorläufig geschlossen. Wie der Kreis am Mittwoch mitgeteilt hatte, seien in Wurstprodukten der Firma Listerien nachgewiesen worden. Eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) habe einen unmittelbaren Zusammenhang zu zwei Todesfällen von zwei älteren Menschen aus Hessen ergeben. Wie die Listerien in die Wurst kamen, ist bislang unklar.

Alle Erzeugnisse zurückgerufen

Nach Angaben des Unternehmens vom Mittwoch wurden »alle im Unternehmen hergestellten Erzeugnisse mit sämtlichen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdaten« zurückgerufen. Die betroffenen Waren seien durch das ovale Kennzeichen »DE EV 203 EG« eindeutig zu identifizieren. Die Artikel könnten gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden.

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