Paragon stellt auf der IAA neues Fahrassistenzsystem »Edwin« vor
Smart Office im Auto

Delbrück/Frankfurt (WB). Künstliche Intelligenz könnte dem Autofahrer künftig zu weiteren und vereinfachten Kommunikationsmöglichkeiten verhelfen. Auf der an diesem Dienstag beginnenden Automobilausstellung IAA in Frankfurt wird der Delbrücker Zulieferer Paragon eine neue Software für seinen digitalen Assistenten »geni:OS« vorstellen.

Montag, 09.09.2019, 10:38 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 10:40 Uhr
Symbolbild. Foto: Tobias Hase/dpa

Für die Kommunikation mit ihm kann der Fahrer nach Angaben des Unternehmens zwischen Sprache, Geste und Blickerkennung wählen – und zwar immer wieder neu, je nach Vorliebe oder Situation. Als konkretes Beispiel beschreibt Paragon eine Situation, in der der Fahrer fast wie in einer Konversation unter Menschen seinen Finger in eine bestimmte Richtung hebt und fragt: »Ist das da vorne das Bürogebäude, in dem ich gleich meinen Termin habe?« Daraufhin suche und verknüpfe das System selbstständig die entsprechenden Informationsquellen und liefere dem Fahrer in kürzester Zeit die gewünschte Antwort, heißt es.

Termine unterwegs planen

Damit eröffnet »geni:OS« deutlich mehr Möglichkeiten als die Vorgänger-Software »ODP S3«. Zeitgleich wird Paragon in dieser Woche auf der Autoausstellung unter dem Namen »Edwin« auch einen kompletten Fahrassistenten vorstellen, der bereits die Software »geni:OS« für ein Smart Office im Fahrzeug nutzt.

Stellt »Edwin« fest, dass sich im Postfach mehrere ungelesene E-Mails angesammelt haben, könnte er den Fahrer fragen: »In deinem Posteingang stapeln sich mehrere E-Mails, die eine Reaktion erfordern. Soll ich dir die Nachrichten mit hoher Priorität vorlesen, damit wir sie gemeinsam beantworten können?« Die vom Fahrer mündlich gegebene Antwort wird, wie Paragon weiter erklärt, von dem System gespeichert und an den Sender der E-Mail abgeschickt. So ließen sich Termine, Aufgaben und Nachrichten auch unterwegs planen und verwalten.

Autoherstellern anbieten

Paragon wird »Edwin« nun den großen Autoherstellern anbieten, die über den Einsatz entscheiden. Sofern diese die Cloud-basierten Anteile des Systems in ihren eigenen Rechenzentren betrieben, sei sichergestellt, dass kein Externer Zugriff auf sensible Daten erlange.

Zuletzt war von wirtschaftlichen Problemen bei Paragon berichtet worden. Mitte August warnte Vorstandschef Klaus Dieter Frers vor einem Jahresverlust von 2,0 bis 4,2 Millionen Euro.

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