Branche verbucht weniger Bestellungen – in OWL um bis zu 25 Prozent
Auftragsflaute im Maschinenbau

Frankfurt/Bielefeld (dpa/WB). Der Strukturwandel in der Autoindustrie, Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft bremsen die Geschäfte der Maschinenbauer.

Dienstag, 06.08.2019, 05:02 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 05:10 Uhr
Die Maschinenbauer erhalten weniger Aufträge. ­ Foto: dpa

Bundesweit gingen im ersten Halbjahr neun Prozent weniger Bestellungen bei dem exportorientierten Industriezweig ein als im Vorjahreszeitraum, teilte der Maschinenbauverband VDMA am Montag mit. In OWL ist in der Branche sogar von bis zu einem Viertel weniger Neuaufträgen die Rede.

»Unsicherheit ist Gift für das Investitionsklima«

Sowohl im Inland als auch im Ausland hielten sich die Kunden mit Aufträgen zurück, teilte der VDMA mit. Verbands-Konjunkturexperte Olaf Wortmann sprach von einem enttäuschenden ersten Halbjahr: »Unsicherheit ist Gift für das Investitionsklima«, sagte er mit Blick vor allem auf die Handelskonflikte. Zugleich bekommen die Maschinenbauer den tiefgreifenden Wandel ihres größten Kunden – der Autoindustrie – wegen der Elektromobilität zu spüren.

Die Auslastung der Produktionskapazitäten der Maschinenbauer liegen aber dank starker Vorjahre dem VDMA zufolge noch leicht über dem langjährigen Durchschnitt. Allerdings gaben 27 Prozent der Firmen zuletzt an, sie könnten mehr produzieren, wenn sie mehr Aufträge hätten.

Im Juni sank der preisbereinigte (reale) Auftragseingang um fünf Prozent. Es war auf Monatsbasis der sechste Rückgang in Folge. Der VDMA hat auch die Prognose für 2019 gekappt. Die Branche rechnet nun mit einem realen Produktionsrückgang von zwei Prozent.

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